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Vermeintlicher "Tagesschau"-Artikel über Til Schweiger als Fake entlarvt

Über Til Schweiger wurde ein gefälschter Artikel von Betrügern veröffentlicht. (Bild: 2023 Getty Images/Andreas Rentz)
Über Til Schweiger wurde ein gefälschter Artikel von Betrügern veröffentlicht. (Bild: 2023 Getty Images/Andreas Rentz)

Im Januar enttarnte das Investigativ-Netzwerk Correctiv einen gefälschten "Spiegel"-Beitrag, in dem Harald Lesch angeblich bei "Markus Lanz" eine Bitcoin-Software bewirbt. Nun entlarvte Correctiv einen gefakten "Tagesschau"-Artikel zu Til Schweiger.

Von Jan Josef Liefers über Annalena Baerbock bis Harald Lesch: In den vergangenen Monaten wurden über diverse Prominente Fake-Artikel verbreitet. Unter anderem machte ein vermeintlicher "Spiegel"-Beitrag über Harald Lesch in den sozialen Medien die Runde, in dem es heißt, dass der "Terra X"-Moderator im ZDF-Polittalk "Markus Lanz" eine Bitcoin-Software beworben habe. Nun wurde ein gefälschter "Tagesschau"-Artikel über Bitcoins und Schauspieler Til Schweiger verbreitet.

Für Aufklärung sorgt einmal mehr das Investigativ-Netzwerk Correctiv, welches bereits den gefälschten Beitrag über Harald Lesch enttarnt hatte. In dem angeblichen Artikel der "Tagesschau" steht, dass Schweiger im ZDF-Polittalk "Markus Lanz" eine geheime Methode verraten habe, wie man schnell viel Geld verdient. Anschließend soll die Deutsche Bundesbank den Schauspieler wegen seiner Äußerungen verklagt haben. Der Beitrag wurde im Februar 2024 als Werbung auf Facebook verbreitet.

"Online geführte Konten abgeräumt": Verbraucherzentrale warnt vor Betrugsmasche

Doch der Artikel ist eine Fälschung, wie "Correctiv" darlegt. Unter anderem sei das an der URL zu erkennen. Diese lautet "https://de.tvconsult.live/" statt "https://www.tagesschau.de/". Auch das Layout entspreche nicht dem Standard der "Tagesschau"-Seite. Was ebenfalls merkwürdig erscheint, sind die Kommentare unter dem gefälschten Beitrag. Auf der echten Webseite der "Tagesschau" können nämlich keine Kommentare hinterlassen werden.

Gibt man die Überschrift in die Google-Suche ein, so werden keine Ergebnisse angezeigt. Über die Klage der Deutschen Bundesbank gegen den Ex-"Tatort"-Star gibt es ebenfalls keine Artikel. Zudem stammen die Bilder im gefälschten Bericht aus "Markus Lanz"-Ausgaben der Jahre 2018 und 2020. Dies ergaben Bilder-Rückwärtssuchen des Netzwerks. Die Sendungen, die auf YouTube zu finden sind, zeigen, dass in beiden Ausgaben nicht über Bitcoins gesprochen wurde.

Laut dem Fake-Beitrag könne man mit nur 250 Euro Startkapital auf der Plattform Bitcoineer hohe Gewinne erzielen. Jedoch führen die Links zu einer Seite, auf der die Menschen unter anderem ihren Namen und E-Mail-Adresse eingeben sollen. Auch die Tatsache, dass es kein Impressum gibt, ist verdächtig.

Die Verbraucherzentrale warnte ausdrücklich vor derlei Betrugsmaschen. "Nicht wenige Verbraucherinnen und Verbraucher berichten, dass später ihre online geführten Konten abgeräumt wurden", heißt es auf ihrer Webseite.