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"Vertrauen wieder aufbauen" in Davos: Kann Selenskyj China als Verbündeten gewinnen?

Davos ist in erster Linie ein beliebtes Skigebiet in den Schweizer Alpen. Aber in dieser Woche treffen sich dort die Eliten aus Politik und Wirtschaft.

Auf der Tagesordnung stehen dieses Jahr Geopolitik, die Zukunft der künstlichen Intelligenz und der Klimawandel. Das Motto des Gipfels: Vertrauen wieder aufbauen.

Kann Selenskyj China als Verbündeten gewinnen?

China, die EU, die Ukraine und die USA werden darüber sprechen, wie das Vertrauen wieder aufgebaut werden kann. Der chinesische Ministerpräsident, Li Keqiang, der ukrainische Präsident, Wolodymyr Selenskyj, der nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan und die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sind am Dienstag in Davos zum jährlichen Treffen des Weltwirtschaftsforums angereist.

Die große Frage ist, ob sich der chinesische Ministerpräsident mit Wolodymyr Selenskyj und den Verbündeten der Ukraine zusammensetzen wird. China nahm am Sonntag nicht an den Gesprächen der nationalen Sicherheitsberater über die Friedensformel für die Ukraine teil. Kann Kiew dies ändern und einen der engsten Verbündeten Russlands mit ins Boot holen?

Nachlassendes Vertrauen wegen tiefgreifender Veränderungen

Der geschäftsführende Direktor des Weltwirtschaftsforums, Mirek Dušek, sagte: "Manche würden das Nachlassen des Vertrauens mit den tiefgreifenden Veränderungen in Verbindung bringen, die wir überall um uns herum erleben, seien sie nun technologischer, geopolitischer, gesellschaftlicher Natur oder auch Veränderungen, die mit Klima und der Umwelt zu tun haben. Manche würden auch sagen, dass all diese Veränderungen zusammengenommen, wenn nicht eine völlig neue Ära, so doch zumindest eine völlig neue Realität eingeläutet haben."

Euronews-Korrespondentin, Méabh Mc Mahon, berichtete aus Davos: "Was bei diesem Treffen auffällt, ist, dass sich die Haupteinkaufsstraße hier in Davos in eine Open-Air-Messe verwandelt. In der Tat haben die meisten Wirtschaftsvertreter hier nicht einmal Zugang zum Hauptkongress."

Was hat die Besucher zur Teilnahme an der Messe motiviert?

Auf die Frage, warum sie auf der Weltwirtschaftsmesse in Davos seien, sagte einer der Teilnehmer: "Mein Name ist Teku. Wir sind hier mit der Amazonas Sacred Headwaters Allianz und wir suchen nach Verbündeten, die sich mit uns für den Schutz einer der artenreichsten Regionen der Welt einsetzen wollen."

Ein anderer Besucher erzählte: "Was mich nach Davos gebracht hat? Die Networkingmöglichkeiten. Ich bin Gründer und Investor in den Bereichen Biotechnologie und digitale Gesundheit. Es gibt also eine große Gruppe von Leuten, die ich treffen werde."

Eine junge Frau aus den USA sagte: "Mein Name ist Rania und ich bin eine Gymnasialschülerin aus den Vereinigten Staaten. Ich bin gekommen, um ein Praktikum zu machen und um Freunden meiner Familie zu helfen."

Euronews-Korrespondentin, Méabh Mc Mahon, kommentierte: "Der US-Außenminister Antony Blinken, der NATO-Generalsekretär, Jens Stoltenberg, die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der ukrainische Präsident Selenskyj – das sind einige der führenden Politiker der Welt, die diese Woche in Davos sein werden. Ob es ihnen gelingt, das Ziel des "Wiederaufbaus des Vertrauens" zu erreichen, bleibt abzuwarten."