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Vertrauen in Kinderimpfungen geht weltweit zurück

Das Vertrauen der Menschen in die Impfung von Kindern nimmt weltweit ab, wie eine neue Unicef-Studie zeigt. Schuld daran sind auch die Covid-19-Pandemie und Anti-Impfkampagnen.

Weltweit sind Indien, Vietnam und China die Länder, in denen das Vertrauen in Kinderimpfungen am höchsten ist. In Japan, Südkorea und Papua-Neuguinea ist das Vertrauen am geringsten.

In Europa glauben in Kroation und Lettland nur rund 60 Prozent der Menschen, dass es wichtig ist, Kinder impfen zu lassen, in Russland sind es nur 54 Prozent. Großes Vertrauen genießt die Kinderimpfung in Portugal mit 92 Prozent, gefolgt von Schweden mit 88 Prozent und Irland mit 86 Prozent.

Die Corona-Pandemie und Anti-Impfkampagnen hatten Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung von Impfstoffen und haben die Impfbereitschaft beeinflusst. Sie hat in 52 von 55 untersuchten Ländern abgenommen, warnt UNICEF.

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Vertrauen in Kinderimpfungen nach Land - Euronews

Weltweit ist eines von fünf Kindern nicht oder unzureichend geimpft, insgesamt 67 Millionen, die nicht vor tödlichen Krankheiten geschützt sind.

Von 2021 bis 2022 haben sich die Fälle von Masern verdoppelt, Poliofälle sind um 16 Prozent gestiegen.

Die Gründe für mangelnde Impfungen sind laut Bericht Unterbrechungen der Versorgung durch überlastete Gesundheitssysteme und die Umleitung knapper Ressourcen, Konflikte und Fragilität sowie das gesunkene Vertrauen.

UNICEF weist auf die Bedeutung von Impfungen in den ersten Lebensjahren hin und sagt, dass jeder Euro, der in Impfstoffe investiert wird, einen 26-fach höheren Ertrag bringt.

Mit Hilfe von Impfstoffen können jedes Jahr 4,4 Millionen Menschenleben gerettet werden, bis 2030 wird diese Zahl vermutlich auf 5,8 Millionen pro Jahr steigen.