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Wachsende Freundschaft: Russische Touristen besuchen Nordkorea

Eine Gruppe russischer Touristen ist zu einem Besichtigungs- und Skiausflug nach Nordkorea gereist. Dabei handelt es sich um die erste größere Gruppe ausländischer Besucher nach Nordkorea, seit dem die Pandemie-Beschränkungen aufgehoben wurden. Reiseveranstalter berichten von einem starken Interesse russischer Bürger am östlichen Nachbarland.

Manche Menschen träumen davon, Nordkorea zu besuchen.

"Manche Menschen träumen davon, Nordkorea zu besuchen. Nordkorea ist ein erstaunliches Land. Es ist verschlossen, und vielleicht ist es das, was jeden dort hinzieht. Die Leute sagen, dass sie ihr ganzes Leben lang davon geträumt haben, Nordkorea zu besuchen. Eine Person sagt, dass sie schon mehrere Dutzend Länder besucht hat, aber noch nie in Nordkorea gewesen sei", erzählte die Direktorin einer Tourismusagentur, Inna Mukhina.

Die russischen Touristen sind die ersten, die Nordkorea nach den Lockerungen der Pandemievorschriften besuchen.

Nach der russischen Invasion in die Ukraine hatte der Westen Sanktionen gegen Russland verhängt. Viele russische Bürger konnten aufgrunddessen nicht mehr nach Europa und in die Vereinigten Staaten reisen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow empfahl Nordkorea als Urlaubsziel.

Die Beziehung zwischen Russland und Nordkorea scheint aufzublühen

Asienbeobachter waren überrascht. Sie hatten erwartet, dass die ersten Touristen nach der Pandemie aus China kommen würden. Das Land gilt als der engste diplomatische Verbündete und Wirtschaftspartner Nordkoreas.

Der nordkoreanische Machthaber, Kim Jong Un, und der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen im Osten Russlands im September 2023.

Doch die Beziehung zwischen Russland und Nordkorea schien aufzublühen, als Moskau begann, nordkoreanische Waffen für den Krieg in der Ukraine zu kaufen. Im September 2023 hatten sich der nordkoreanische Machthaber, Kim Jong Un, und der russische Präsident Wladimir Putin im Weltraumbahnhof in Wostotschny im Osten Russlands getroffen. Dort berieten sie über Nordkoreas Waffenlieferungen an Russland im Austausch gegen die Unterstützung Moskaus beim Satellitenbau in Nordkorea.