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Waffenhilfe für die Ukraine: Visegrád-Gruppe kommt nicht auf einen Nenner

Waffenhilfe für die Ukraine: Visegrád-Gruppe kommt nicht auf einen Nenner

Zwischen Tschechien und Polen einerseits sowie Ungarn und der Slowakei andererseits gibt es unterschiedliche Ansichten hinsichtlich der Militärhilfe für die Ukraine.

Bei einem Treffen der Visegrád-Gruppe in Prag haben sich die Vertreter Ungarns und der Slowakei gegen eine neue Initiative Tschechiens ausgesprochen. Diese sieht eine Lieferung von 800.000 Artilleriegranaten an Kiew vor.

Polen spricht von "hervorragender Idee"

Warschau ist für die Initiative. Polens Außenminister Radosław Sikorski erklärte, dass er der "Tschechischen Republik und allen, die zu dieser hervorragenden Idee der Munitions-Initiative beigetragen haben, gratulieren und ihnen danken möchte". Man sei "sehr froh", nicht nur finanziell, sondern auch logistisch dazu beitragen zu können, dass die Munition dorthin gelange, wo sie gebraucht werde, "an die Front".

Für Ungarn und die Slowakei stehen hingegen ihre nationalen Interessen an erster Stelle. Der slowakische Außenminister Juraj Blanár sagte, dass sein Land "sehr abhängig von Gas und Kernbrennstoff aus Russland" sei.

In der vergangenen Woche hatten auch Deutschland und Frankreich ihr grünes Licht zu jenem Plan aus Tschechien geben zu wollen. Bundeskanzler Scholz bekräftigte allerdings, Deutschland werde keine Taurus-Marschflugkörper in die Ukraine schicken.