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"Das ist ja der Wahnsinn!": Günther Jauch ist wegen Kandidaten-Hobby völlig aus dem Klohäuschen

Philipp Schaefer schaffte es am Donnerstag ins Finale der
Philipp Schaefer schaffte es am Donnerstag ins Finale der

 

Geocaching zum ersten Date, Autobahn-Ausfahrten und -Toiletten als Hobby und eine skurrile Phobie - mit der toleranten Frau an seiner Seite ist Philipp Schaefer ein echter Glückspilz. Auch bei der "3-Millionen-Euro-Woche" von "Wer wird bei Millionär?" (RTL) räumt er ab.

Auf den ersten Blick machte Philipp Schaefer aus Düren einen ganz normalen Eindruck. Im Verlauf des "Wer wird Millionär?"-Abends lernte man allerdings einige skurrile Seiten kennen. Die machten den 32-Jährigen nicht minder sympathisch, zeigten aber auch, dass seine Partnerin ihn mit all seinen zahlreichen Ecken und Kanten liebt. Glück in der Liebe ist die eine Sache, doch Schaefer hatte auch noch in der "Drei-Millionen-Euro-Woche" bei "Wer wird Millionär?" eine Glückssträhne ...

Nach der 500-Euro-Frage ging Günther Jauch zum obligatorischen Smalltalk über und spielte auf das kuriose Hobby des Archivars und Historikers an. Während Schaefer im Rheinisch-westfälischen Wirtschaftsarchiv einem seriösen Beruf nachgeht, klingt seine private Passion mehr als ungewöhnlich: Er sei ein "Geografie-Freak", bekannte der 32-Jährige. So weit so gut, doch sein besonderes Interesse gilt deutschen Autobahnausfahrten und Rastplatz-Toiletten. Der Moderator testete dieses unnütze Wissen, indem er den Kandidaten die Fahrt von Köln nach Trier aufsagen ließ. "Das ist ja der Wahnsinn", lobte Günther Jauch. Er machte aber auch keinen Hehl daraus, dass er sich fragte, was an dem Hobby spannend sein soll: "Ein aufregendes Erlebnis", stichelte er ironisch.

Dann aber fiel dem Moderator ein, dass er selbst kaum weniger schrullig ist. Jauch bekannte, dass er sich jede einzelne Werbebande gemerkt hatte, an der Maradona in seinem Torjubel im WM-Viertelfinale 1986 vorbeigelaufen war - und zählte sie auf! "Sich das zu merken, ist ähnlich sinnvoll wie das, was Sie machen", fand Jauch.

Philipp Schaefers Partnerin, die ihm im wahrsten Wortsinn Rückendeckung gab, sah das anders: Die Kenntnisse ihres Lebensgefährten seien "super" und "praktisches Wissen", denn so wisse sie immer, wo unterwegs eine Toilette zu finden sei oder etwas zu essen. Jauch wandte sich ans Publikum: "Frauen wünschen sich jemanden, der weiß, wo die nächste Toilette ist. Das sind die Jungs, die heute alles abräumen." Der Moderator konnte sich ein kurzes Lachen nicht verkneifen. Doch wer zuletzt lacht, lacht bekanntlich am besten.

Ein Glückspilz ist der Archivar auch im Privatleben. Das erste Date mit seiner Partnerin: Geocaching. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Ein Glückspilz ist der Archivar auch im Privatleben. Das erste Date mit seiner Partnerin: Geocaching. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

 

Glück im Spiel, Glück in der Liebe

Philipp Schaefers zweites ungewöhnliches Hobby: Geocaching. Seine Freundin nahm er zum ersten Date mit auf eine solche GPS-Schnitzeljagd. Auch das hatte sie nicht abgeschreckt, ebensowenig wie seine seltene Phobie: Schaefer hat Angst vor Vögeln. "Vor allem in geschlossenen Räumen. Aber auch Tauben, furchtbar", berichtete er. "Ich mache um Fußgängerzonen einen großen Bogen. Und Venedig - da könnte ich gar nicht hinfahren." Seine Partnerin steht felsenfest an seiner Seite. Sie würde ihn beschützen, erklärte sie tapfer. Die Art, wie sie das ausdrückte, sorgte allerdings ob der unfreiwilligen Komik für einige unterdrückte Lacher: "Ich habe kein Problem mit Vögeln." Jauchs Mimik war anzumerken, dass er sich ein Grinsen verkniff. "Da war in dem Dialog inhaltlich viel Schönes dabei", spielte er auf den unbeabsichtigten, eindeutig zweideutigen Kalauer an, der das Publikum amüsiert hatte.

Philipp Schaefer aber war nicht nur mit einer treuen Weggefährtin gesegnet, sondern erreichte mit der souverän gelösten 16.000-Euro-Frage auch das Ticket fürs Finale am Freitag. 32.000 Euro wert: "Eine australische Coverband, deren Konzerte auch in Deutschland die größten Hallen füllen, spielt Songs welcher Band nach?" Obwohl sein Telefonjoker passen musste, entschied er sich, seinem Bauchgefühl zu folgen. Pink Floyd war richtig. Für 64.000 Euro wollte der Moderator wissen: "Die vollständig zu welcher Region zählenden Länder haben allesamt die Farbe Rot in ihrer Staatsflagge?" Zur Wahl standen: Mittelamerika, Südostasien, Skandinavien, Arabische Halbinsel. Wieder war sich Schaefer nicht ganz sicher, wieder wagte er es dennoch. Er lag richtig: Mittelamerika. Die 125.000-Euro-Frage: "Welches Tier ist seinem wissenschaftlichen Namen nach angeblich 'horribilis' - also schrecklich?" Zur Wahl standen Weißer Hai, Schwarze Witwe, Grizzlybär und Königskobra. Schaefer gab auf - allerdings als Sieger, denn er hatte das Ticket fürs Finale und 64.000 Euro in der Tasche - und eine Frau an der Seit, die ihn liebt, wie er ist.

Ein anderer Philipp kam ihm auf dem Ratestuhl zuvor: Überhangskandidat Philipp Rubach, Masterstudent des Georessourcen-Managements, erspielte 16.000 Euro und hatte somit ebenfalls einen sicheren Final-Platz. Stefan Heberle aus Görisried im Allgäu ist Chemiker bei der städtischen Straßensanierung und sicherte sich mit 64.000 Euro den Einzug ins Finale. Der Kölner Kulturmanager und Filmemacher Sven Ilgner hatte weniger Glück: Er wollte sich die Joker aufsparen und stürzte ungeschützt auf 500 Euro. Pressesprecherin Sabine Weisel aus Ravensburg zog mit 32.000 Euro ins Finale am Freitag. Die Finanzbeamtin Janina Topp-Oesterle aus Solms in Mittelhessen verdiente sich 16.000 Euro und hat ebenfalls Morgen die Chance auf den Drei-Millionen-Jackpot.

Dazu kommt das skurrile Hobby, sich Fachwissen über Autobahn-Ausfahren und -Toiletten anzueignen. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Dazu kommt das skurrile Hobby, sich Fachwissen über Autobahn-Ausfahren und -Toiletten anzueignen. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)