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Waldbrand im Westen Spaniens: 700 Menschen mussten gerettet werden

Im Westen Spaniens ist ein größerer Waldbrand außer Kontrolle geraten. In der Region Extremadura mussten etwa 700 Menschen aus drei Dörfern der Gemeinde Las Hurdes, in der Provinz Cáceres, vorsorglich ihre Häuser verlassen. Laut Polizeiangaben wurden sie in Notunterkünfte gebracht.

Das Feuer war am Mittwoch ausgebrochen. Vermutet wird, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde, da nach offiziellen Angaben zwei getrennte Brände fast gleichzeitig ausgebrochen sind. Mehr als 7500 Hektar Wald sind bereits durch die Flammen vernichtet worden.

Die Flammen bewegten sich am Freitag angefacht durch starken Wind in Richtung des Gebirgszuges Sierra de Gata. Acht Löschflugzeuge, sechs Hubschrauber und mehrere Hundert Brandbekämpfer seien im Einsatz, wie die Polizei weiter mitteilte. Mit schwerem Gerät wurden Schneisen in die Vegetation geschlagen, um das Feuer so zu stoppen.

Eine langanhaltende Dürre und steigende Temperaturen haben die Waldbrandgefahr stark erhöht. Nach Schätzungen des Europäischen Waldbrandinformationssystems EFFIS wurden seit Jahresbeginn in Spanien bis Mai schon fast 63.000 Hektar Wald- und Buschland bei insgesamt 320 Bränden vernichtet.