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Warnstreik bei Verdi: Viele Flughäfen in Deutschland sind lahmgelegt

Ein Warnstreik bei der Luftsicherheit hat den Betrieb an elf Flughäfen in Deutschland erheblich beeinträchtigt. An den Airports Berlin, Hamburg und Stuttgart wurden alle Starts abgesagt. In Düsseldorf hingegen sollen zwei Drittel der Flugbewegungen durchgeführt werden.

Nach Schätzung des Flughafenverbandes ADV werden rund 1100 Flüge ausfallen oder verspätet starten. Betroffen seien damit rund 200.000 Passagiere. Bei den Flügen, die am Donnerstag trotzdem stattfinden, müssen sich Reisende auf lange Wartezeiten an den Sicherheitschecks einstellen. Um die Kontrollen zu beschleunigen,  wird gebeten, so wenig Handgepäck wie möglich mitzunehmen.

Leerer Sicherheitscheck am Frankfurter Flughafen
Leerer Sicherheitscheck am Frankfurter Flughafen - Michael Probst/AP Photo

Erst am Freitag wird wieder mit einem normalen Flugbetrieb gerechnet. Doch dann ist bereits der nächste Verdi-Warnstreik geplant – dieser soll bundesweit den Öffentlichen Personennahverkehr betreffen.

Die Gewerkschaft Verdi fordert in dem Tarifkonflikt 2,80 Euro mehr Lohn pro Stunde,  außerdem höhere Funktionszulagen sowie Mehrarbeitszuschläge ab der ersten Überstunde. Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Die Arbeitgeber erklären, dass diese Forderungen 250 Millionen Euro zusätzliche Kosten allein im laufenden Jahr bedeuten würden. Die Tarifverhandlungen sollen am 6. und 7. Februar in Berlin fortgesetzt werden.