Warum Matteo Salvini ab sofort Nutella boykottiert

Antonie Hänel
Freie Autorin

Nutella-Fan und Chef einer rechtspopulistischen Partei zu sein - das passt für Matteo Salvini nicht mehr zusammen. Nachdem er herausgefunden hat, dass der italienische Hersteller Ferrero die Nüsse für seinen Brotaufstrich aus der Türkei bezieht, zieht er Konsequenzen.

Matteo Salvini distanziert sich von Nutella (Bild: Massimo Di Vita/Archivio Massimo Di Vita/Mondadori Portfolio via Getty Images)

Eigentlich ist Politiker Matteo Salvini ein großer Fan von Nutella. Nach eigener Einschätzung war er sogar “einer der größten Konsumenten von Nutella” und “pfiff auf Diät”, wie er laut “Spiegel Online” sagte. Dann allerdings entdeckte der Chef der rechtspopulistischen Lega in Italien, dass die Haselnüsse für die Nuss-Nougat-Creme nicht aus Italien kommen – und da hört der Spaß auf.

Neuigkeiten für Schokoliebhaber: Jetzt eröffnet ein Nutella-Hotel

Bei einem Wahlkampfauftritt verkündete Salvini, dass er in Zukunft auf die Creme verzichten wird: "Ich habe nämlich entdeckt, dass Nutella türkische Nüsse verwendet, und ich will lieber Betrieben helfen, die italienische Produkte verwenden. Ich ziehe es vor, italienisch zu essen und den italienischen Bauern zu helfen.“

Gar nicht prickelnd: Chips mit Prosecco ärgern Italiener

Die Hoffnung aufgegeben hat Salvini aber noch nicht ganz. In einem Video appelliert er an Nutella-Hersteller Ferrero: “Kauft italienischen Zucker, kauft italienische Haselnüsse, kauft italienische Milch.” Dass allein mit italienischen Haselnüssen die Nachfrage nach Nutella gar nicht bewältigt werden könnte, wie italienische Medien errechneten, scheint er dabei nicht bedacht zu haben.

VIDEO: Großdemo gegen rechtsradikale Lega