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Wasserverbrauch wird bereits begrenzt: Katalonien erwartet extreme Dürre

Die spanische Region Katalonien bereitet sich auf eine extreme Dürre vor. In Barcelona wurde bereits der Wasserdruck reduziert, damit soll Versorgungsausfällen vorgebeugt werden.

Die Ministerin für Klimaschutz der katalonischen Regierung, Anna Barnadas, sagte, dass man in der spanischen Region seit August und September bereits drei Becken im Ausnahmezustand habe. Doch jetzt sei das Gebiet mit der höchsten Bevölkerungszahl in der Region betroffen.

Wasser für den Hausgebrauch ist dabei garantiert. Allerdings wird der Verbrauch zunächst auf 200 Liter pro Tag und Einwohner begrenzt. Wenn sich bis Juni nichts ändert, reicht das verfügbare Wasser möglicherweise nicht mehr aus.

Sorge vor Kreuzfahrtschiffen

"Dank der Bemühungen der Bevölkerung ist es uns gelungen, den Ausnahmezustand etwas hinauszuzögern", erklärt Barnadas. Man hoffe, "dass jeder die Verantwortung für die Maßnahmen übernimmt, die wir als Land in dieser Notlage ergreifen müssen".

In diesem Frühjahr müsste es 90 Tage lang ununterbrochen regnen, um die Notlage in Katalonien zu beenden. Man erwartet einen Sommer mit Einschränkungen. Es wird eine sehr herausfordernde Situation in Barcelona – wenn drei Millionen Touristen in die Stadt kommen.

An Hafen von Barcelona bereitet man sich auf die Aufnahme von Tankschiffen vor, zur Versorgung der Stadt. Und schon jetzt geben ankommende Kreuzfahrtschiffe Anlass zur Sorge, denn die spülen täglich Tausende von Touristinnen und Touristen in die Stadt. Schätzungen zufolge verbraucht ein Kreuzfahrtpassagier zwischen 200 und 400 Liter Wasser pro Tag.

Andalusien versucht sich zu helfen

Jaume Osete, von der Plattform "Stop Cruises Catalonia" befürchtet, dass Kreuzfahrtpassagiere problemlos Wasser nutzen könnten, "während die lokale Bevölkerung stundenlang von der Wasserversorgung abgeschnitten ist".

Die Dürre betrifft den gesamten Mittelmeerraum. Auch Andalusien erwartet einen Sommer mit starken Einschränkungen. Dank Entsalzungs- und Wasseraufbereitungs-anlagen ist es Katalonien gelungen, Wasser zu "schaffen", um 60 Prozent des Bedarfs der Metropolregion zu decken.

Nur ein anderer Umgang mit Wasser kann die zukünftige Versorgung gewährleisten. Denn Wasser fällt nicht immer vom Himmel.