Von wegen freie Fahrt: Monsterstaus an Kroatiens Grenzen, Autofahrer genervt

Wegen des Ferienendes und des Beitritts Kroatiens zum Schengenraum haben sich es an den Grenzübergängen zu den Nachbarländern riesige Staus aufgebaut. Eine ziemliche Enttäuschung für viele, die glaubten, damit sei jetzt Schluss.

"Sechzehn Stunden Warten, eine Katastrophe ohne Wasser, ohne Essen", klagt ein kroatischer Autofahrer. "Wie kann Kroatien auf diese Weise nach Europa kommen?"

Dieser Inhalt stammt von einem Drittanbieter. Um diesen anzuzeigen, müssen Sie Ihre Datenschutzeinstellungen ändern.
Dazu hier klicken.
Dieser Inhalt stammt von einem Drittanbieter. Um diesen anzuzeigen, müssen Sie Ihre Datenschutzeinstellungen ändern.
Dazu hier klicken.

Ivan Ribicic, Direktor eine Mautstelle bei Zagreb, erklärt den Ansturm folgendermaßen: "Der Schengen-Beitritt ist mit dem Ende der Ferien zusammengefallen. Sowohl diejenigen das katholische, als auch die, die das orthodoxe Weihnachten feiern, kehren jetzt zurück. Das erklärt, warum es so voll ist an den Grenzen."

Der Kroatische Autoklub (HAK) warnte vor dichtem Verkehr am Sonntag. Auf der Autobahn A3 Bregana (mit Slowenien) -Lipovac (mit Serbien) und an der Mautstelle Zagreb-Ost in Richtung Bregana (mit Slowenien) sowie an einigen Grenzübergängen zu Serbien, Montenegro und Bosnien und Herzegowina auf dem Weg nach Kroatien könnten die Wartezeiten mehrere Stunden betragen.

Kroatien ist zum Jahreswechsel als 27. EU-Land dem Schengen-Raum beigetreten. Die Grenzkontrollen mit Slowenien und Ungarn und über Seegrenze zu Italien entfallen.

Das 4-Millionen-Einwohner-Land verspricht sich vom freien Reiseverkehr einen deutlichen Anstieg der Touristen, insbesondere aus Italien.