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Whitney Houston und "I Wanna Dance With Somebody": Das sind die Kino-Highlights der Woche

Nah dran am Original: In Biopic "Whitney Houston: I Wanna Dance With Somebody" verkörpert Naomie Ackie die vielleicht größte Pop-Sängerin aller Zeiten. (Bild: Sony Pictures)
Nah dran am Original: In Biopic "Whitney Houston: I Wanna Dance With Somebody" verkörpert Naomie Ackie die vielleicht größte Pop-Sängerin aller Zeiten. (Bild: Sony Pictures)

"Der denkwürdige Fall des Mr. Poe", "Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch" und "Whitney Houston: I Wanna Dance With Somebody", ein Biopic über die vielleicht größte Pop-Sängerin aller Zeiten: Das sind die Kino-Neustarts am 22. Dezember.

Freddie Mercury, Elton John, Aretha Franklin, Elvis Presley - in den letzten Jahren wurden zahlreiche Musik-Legenden mit großen Biopics gewürdigt. Und jetzt kommt sie dran: Whitney Houston, zu Lebzeiten auch als "The Voice" ("Die Stimme") bekannt, laut "Guinness-Buch der Rekorde" die einstmals erfolgreichste Pop-Sängerin der Welt. Über 200 Millionen Tonträger soll die 2012 verstorbene Soul-, R'n'B- und Pop-Diva verkauft haben. "Whitney Houston: I Wanna Dance With Somebody" will diese Karriere der Superlative nun im Zweieinhalb-Stunden-Format nacherzählen.

Was das Kino-Publikum in dieser Woche außerdem erwartet: "Der denkwürdige Fall des Mr. Poe" spinnt mit Christian Bale eine düstere Mördergeschichte rund um den jungen Edgar Allan Poe, und in "Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch" stürzt sich der tierische Dreamworks-Held in sein vielleicht letztes großes Abenteuer.

Stanley Tucci verkörpert in "I Wanna Dance With Somebody" Musik-Unternehmer Clive Davis, den einstigen Entdecker von Whitney Houston. (Bild: Sony Pictures)
Stanley Tucci verkörpert in "I Wanna Dance With Somebody" Musik-Unternehmer Clive Davis, den einstigen Entdecker von Whitney Houston. (Bild: Sony Pictures)

Whitney Houston: I Wanna Dance With Somebody

Zweieinhalb Stunden für eine solche Karriere wie die von Whitney Houston, das ist nicht viel. Obendrein wollen die Macher auch noch ein paar vermeintliche Geheimnisse lüften, also den einst größten Popstar der Welt so zeigen, wie ihn kaum jemand kennt. Aber immerhin, man hat dafür hochqualifiziertes Personal engagiert. Regisseurin Kasi Lemmons ("Talk To Me", "Harriet - Der Weg in die Freiheit") gilt als echte Biopic-Spezialistin, Drehbuchautor Anthony McCarten ("Bohemian Rhapsody") war schon mehrfach für einen Oscar nominiert, und als Produzent wirkte im Hintergrund einer mit, der sich wirklich auskennt: Clive Davis, der große Musik-Manager und einstige Entdecker von Whitney Houston.

Clive Davis spielt als entscheidender Förderer von Whitney Houston natürlich auch im Film eine wichtige Rolle, hier wird er von Stanley Tucci verkörpert. Er und Whitney Houston lernen sich unter eher kuriosen Umständen kennen: Whitneys Mutter Cissy Houston, ihrerseits seit den frühen 70-ern eine Größe in der Musikszene, muss eines Abends bei einer bedeutenden Veranstaltung kurzfristig passen, die Stimme macht nicht mit. Und ihre Tochter, die zu dem Zeitpunkt noch keine echten Pop-Ambitionen hegt, soll für sie einspringen. Clive Davis erkennt ihr Talent, der Rest ist Pop-Geschichte.

Teil dieser Geschichte sind ein bahnbrechend erfolgreiches Debütalbum, dann der endgültige Durchbruch mit dem Megahit "I Wanna Dance With Somebody" und der damit verbundene Aufstieg Whitney Houstons zu einer echten Pop-Ikone. Teil dieser Geschichte sind aber auch Kritik (man wirft Whitney zwischenzeitlich vor, nicht "schwarz" genug zu singen) und eine Reihe von persönlichen Tragödien. Als Whitney Houston den Musiker-Kollegen Bobby Brown (Ashton Sanders) kennenlernt, geht es eigentlich nur noch abwärts.

Viele große Namen sind an dem Whitney-Houston-Biopic beteiligt, ganz sicher wird "I Wanna Dance With Somebody" auch für die bislang noch relativ unbekannte Hauptdarstellerin einen beträchtlichen Karriereschub bringen. Naomie Ackie war unter anderem schon in "Lady Macbeth" (2016) und "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" (2019) zu sehen, allerdings nur in kleineren Rollen. Jetzt die große, eigentlich ja überlebensgroße Whitney Houston zu verkörpern, sei "ein völlig absurder Lebensabschnitt", wie sie im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau erklärte. Sechs Monate lang trainierte Ackie ihre Stimme; um dem Original auch optisch möglichst nahezukommen, wurde sogar mit Zahnprothesen nachgeholfen.

In "Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch" stürzt sich der tierische Titelheld in sein vielleicht letztes großes Abenteuer. Acht seiner neun Leben hat der gestiefelte Kater nämlich schon verbraucht. (Bild: 2022 Dreamworks Animation)
In "Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch" stürzt sich der tierische Titelheld in sein vielleicht letztes großes Abenteuer. Acht seiner neun Leben hat der gestiefelte Kater nämlich schon verbraucht. (Bild: 2022 Dreamworks Animation)

Der denkwürdige Fall des Mr. Poe

Edgar Allan Poe ging als Großmeister der Gothic-Literatur in die Geschichte ein, er liebte das Morbide und Okkultismus, war fasziniert von Mythologie und bösen Geistern. Seine Gruselgeschichten machten Poe zur Legende. Aber da war noch mehr, Poe schrieb unter anderem auch Science-Fiction und wurde zu einem Pionier auf dem Gebiet der Krimigeschichten ("Der Doppelmord in der Rue Morgue"). Poes großes Interesse am Verbrechen rückt nun ein neuer Film in den Vordergrund.

"Der denkwürdige Fall des Mr. Poe" basiert auf einem gleichnamigen Roman von Louis Bayard aus dem Jahr 2006, Christian Bale spielt die Hauptrolle in dem schaurig-düsteren Thriller von Regisseur und Drehbuchautor Scott Cooper - aber nicht als Mr. Poe. Als es im Jahr 1830 zu seltsamen Todesfällen an der Militärakademie von West Point kommt, wird Detektiv Augustus Landor (Bale) herangezogen, um die Sache zu untersuchen. Edgar Allan Poe (Harry Melling), ein junger Kadett, findet das alles - einer Leiche wurde mit chirurgischer Präzision das Herz herausgeschnitten - hochinteressant und unterstützt Landor bei seinen Ermittlungen.

Wer war Edgar Allan Poe wirklich? Was inspirierte ihn zu seinen abgründigen Horror-Geschichten? In der Biografie des gefeierten Autoren und Dichterfürsten gibt es bis heute mehrere große Lücken - dass er in West Point war, ist aber historisch belegt. Poe wollte Offizier werden, wurde jedoch aufgrund diverser Regelverstöße nach einem Jahr wieder hinausgeworfen. Auch wenn nun in "Der denkwürdige Fall des Mr. Poe" viel Dichtung dabei ist und die Geschichte nur umso mehr zur Mythenbildung beiträgt: Die Idee, aus dieser Episode in Poes Leben einen Thriller zu machen, ist durchaus keine schlechte. Nach dem Start in ausgewählten Kinos ist "Der denkwürdige Fall des Mr. Poe" ab 6. Januar bei Netflix zu sehen.

Dem Typen ist nicht zu trauen: Der gestiefelte Kater trifft in seinem neuen Film auf den großen bösen Wolf, einen Kopfgeldjäger. (Bild: 2022 Dreamworks Animation)
Dem Typen ist nicht zu trauen: Der gestiefelte Kater trifft in seinem neuen Film auf den großen bösen Wolf, einen Kopfgeldjäger. (Bild: 2022 Dreamworks Animation)

Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch

"Iss bin derr gestiefelte Kater!" - Ja, unverkennbar, er ist wieder da, der tierische Held mit Degen, Hut und starkem Akzent. Und seine hübschen Stiefel, die ihm damals schon bei den Gebrüdern Grimm seinen Namen gaben, passen auch noch. 2004 tauchte der gestiefelte Kater erstmals im Dreamworks-Universum auf ("Shrek 2"), bald wurde er vom vorlauten Sidekick zum Publikumsliebling. Auf den ersten eigenen Film von 2011 folgt nun eine Fortsetzung. Allerdings: Wenn er nicht aufpasst, könnte "Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch" auch sein letztes Kino-Abenteuer werden.

Neun Leben hat eine Katze, heißt es, acht davon hat der gestiefelte Kater inzwischen verbraucht. Die Sache mit dem Stier, die fatale Pokerrunde mit ein paar übellaunigen Hunden, die Schalentier-Allergie ... der furchtlose Kater war in der Vergangenheit einfach doch etwas zu furchtlos. Was also jetzt? Klar, wieder ganz furchtlos stürzt er sich in ein neues Abenteuer. Ein geheimnisvoller Wunschstern verspricht neue Vitalität, aber um den zu erreichen, muss der Kater erst einmal an einer Bärenbande und einem großen bösen Kopfgeldjäger-Wolf vorbei. Kitty Samptpfote, die auch schon im ersten Film dabei war, steht dem gestiefelten Kater dabei erneut zur Seite.

"Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch" wurde von Joel Crawford ("Die Croods - Alles auf Anfang") inszeniert, das Drehbuch verfassten Paul Fisher und Tommy Swerdlow. In der deutschen Fassung ist bereits zum fünften Mal Benno Fürmann als gestiefelter Kater zu hören (Original: Antonio Banderas), zum Synchronsprecher-Team gehören in der neuen Dreamworks-Produktion unter anderem auch Riccardo Simonetti und Oliver Kalkofe.

Augustus Landor (Christian Bale), die Hauptfigur in "Der denkwürdige Fall des Mr. Poe", soll in West Point eine mysteriöse Mordserie aufklären. (Bild: Scott Garfield/Netflix 2022)
Augustus Landor (Christian Bale), die Hauptfigur in "Der denkwürdige Fall des Mr. Poe", soll in West Point eine mysteriöse Mordserie aufklären. (Bild: Scott Garfield/Netflix 2022)