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"Ich will nichts von dir!": Kim Virginia kassiert erst heftige Abfuhr - und fliegt raus

Aus, Aus, das Spiel für Kim Virginia ist aus! Beim Zuschauer-Voting bekam sie die wenigsten Stimmen und muss das RTL-Dschungelcamp verlassen. (Bild: RTL)
Aus, Aus, das Spiel für Kim Virginia ist aus! Beim Zuschauer-Voting bekam sie die wenigsten Stimmen und muss das RTL-Dschungelcamp verlassen. (Bild: RTL)

Kann sein, dass der kollektive Seufzer bis nach Deutschland zu hören war: Um kurz nach Mitternacht schickten die Zuschauer Kim Virginia aus dem RTL-Dschungelcamp. Es war wirklich gut mit der ewig gleichen Geschichte. Die verbliebenen Fünf müssen nun zeigen, ob es ohne Kim wirklich spannender wird.

"Ich bin megahappy, nicht so traurig wie gedacht", wirkte Kim Virginia unmittelbar nach ihrem Dschungel-Aus erstaunlich gefasst, beinahe selbst überrascht. Und - unglaublich - beinahe ein wenig selbstkritisch: "Naja, ich habe wohl auch schlechte Facetten von mir gezeigt, wir wollen uns mal nicht in die Tasche lügen." Ihre Voraussage für den weiteren Verlauf: "Vom Herzen würd ich sagen: Lucy oder Tim sollen gewinnen." Dass sie Mike Heiter und Leyla Lahouar nicht erwähnte, überraschte nicht. Mit denen gab es noch mal richtig Drama.

"Das TV-Drama 'Twenty4Kim' hat Sendeschluss", eröffnete Olivia Jones "Die Stunde danach", das war sehr treffend. Erneut stand das Reality-Sternchen (also Kim, nicht Jones) im Mittelpunkt, abermals mit der unendlichen Geschichte über Mike. Dabei gab es noch viel mehr zu entdecken: Dass zum Beispiel "Sonnenscheinchen" Twenty4tim bei seinen Mitbewohnern für mehr und mehr grüblerisch Wolken sorgt. Und dass Lucy Diakovska einmal mehr über sich hinauswuchs und fünf Prüfungssterne ergatterte. Sie ging für die Campbewohner über Grenzen. Das ist der Unterschied zu Kim: Die brachte die Kollegen an dieselben ...

Kim wollte mit Mike den "Streit schlichten", der hatte aber keinen Bock und konnte nicht fassen, dass Kim das Thema immer und immer wieder hervorkramte. (Bild: RTL)
Kim wollte mit Mike den "Streit schlichten", der hatte aber keinen Bock und konnte nicht fassen, dass Kim das Thema immer und immer wieder hervorkramte. (Bild: RTL)

Felix von Jascheroff:"Versucht, dass ihr euch nicht die Köpfe abreißt"

Namen sind halt doch Schall und Rauch. Felix von Jascheroff war eben nicht "der Glückliche", was Felix eigentlich bedeutet, sondern der "Traurige". Er war rausgewählt worden. Und wie zuvor David Odonkor zeigte er beim Scheiden die meisten Emotionen. "Versucht, dass ihr euch nicht die Köpfe abreißt, ihr seid so kurz vor Ziel", sprach er versöhnlich und labte sich kurz danach an Bier und Spaghetti.

Heiter. Heißt Mike, aber dem war nicht so zumute. Er wurde erneut von Kim in eine Diskussion gezwungen, wobei er sich anfangs mantraartig einredete: "Ich darf mich nicht auf dich einlassen." Als ihm Kim aber unterstellte, er sei so verletzt, weil sie anfangs seine Annäherungsversuche abblockte, wurde es ihm dann doch zu bunt. "Annäherungsversuche? Boah. Ich glaub, du träumst. Ich will nichts von dir, gar nichts. Du bist mir egal", sprach er Klartext. Der kam dann auch bei Kim an, allerdings nicht gut: "Wow, wie kann man nur so verlogen sein?"

Mikes Klartext für Kim: "Ich will nichts von dir. Du bist mir egal!" Das war Kim dann aber auch wieder nicht recht: "Wie kann man so verlogen sein." (Bild: RTL)
Mikes Klartext für Kim: "Ich will nichts von dir. Du bist mir egal!" Das war Kim dann aber auch wieder nicht recht: "Wie kann man so verlogen sein." (Bild: RTL)

Leyla brodelt: "Die Kotze hängt auf halb acht"

Das, so ähnlich, meinte wiederum Leyla über - wen wundert's - Kim. Die hatte während der Nachtwache den armen Fabio zugetextet. Ihm erzählt, dass Leyla ja mal was mit Teezy gehabt hätte. Das erstaunte den prinzipiell desinteressierten Dschungel-Obelix ("Ich habe gar keine Lust mehr auf dieses Leyla-Mike-Thema") dann doch, weil er dachte, Kim hätte mal was mit Teezy gehabt. Dieser Teezy, auch ein "Reality-Star", könnte sich schon mal für eine Dschungelanfrage für nächstes Jahr rüsten.

Das Getratsche der Nacht gab Fabio anderntags an Leyla weiter - unter dem strengen Siegel der Verschwiegenheit. So brodelte Leyla, krampfhaft um das Halten des Versprechens bemüht, innerlich wie ein Vulkan. "Hat die sich vorher über mein Sexleben informiert? Was interessiert es die, wer meinen Körper anfasst? Ich kann nicht mehr in dieses Gesicht gucken. Den ganzen Hass, die Intrigen, alles sieht man in ihrem Gesicht. Das ekelt mich an, ich krieg negative Gänsehaut." Ihr Fazit: "Bei der ist echt alles fake. Die kostet mich meine letzten Kräfte hier. Die Kotze hängt auf halb acht."

Wäschestress: Twenty4tim wurde ermahnt, weil er seine Klamotten verbotenermaßen am Lagerfeuer trocknete. Das machten allerdings auch andere. Regelverstöße, ick hör dir trapsen! (Bild: RTL)
Wäschestress: Twenty4tim wurde ermahnt, weil er seine Klamotten verbotenermaßen am Lagerfeuer trocknete. Das machten allerdings auch andere. Regelverstöße, ick hör dir trapsen! (Bild: RTL)

"Staatsaufstand" von Twenty4tim - und alle Luxusartikel sind weg

Ja, die Negativität drückte wie die Luftfeuchtigkeit aufs Camp. Sogar Fabio Knez, der Gutmütige, wurde patzig. Vor allem gegenüber Tim, der mit seinem laxen Umgang mit dem Regelwerk Unmut auf sich zog und seine Wäsche nicht vom Lagerfeuer wegräumen wollte. "Hach, Staatsaufstand?! Ach Leute, alles gut. Wir müssen uns doch jetzt wegen so einem Thema nicht angaffen."

Tims Verhalten war den Mitbewohnern zunehmend suspekt. Und die ständige Promotion für seine neue Single, seine Parfüms, den nahenden Kinofilm und die vielen Follower und TikTok-Aktionen ging den anderen bald so sehr auf die Nerven wie Kims Monothematik. Neid? Fabios Meinung: "Tim ist hier für Promotion, finanziell hat er das nicht nötig. Eine Promotour. Mit Vorsicht zu genießen." Auch Leyla und der da noch anwesende Felix grübelten, ob Twenty4tim nicht doch eher Twenty4fake sein könnte.

Gerüchteküche kann auch nachts brodeln: Kim Virginia textete Fabio Knez mit einigen Infos über Beziehungsgeschichten von Leyla Lahouar zu, die er gar nicht hören wollte. (Bild: RTL)
Gerüchteküche kann auch nachts brodeln: Kim Virginia textete Fabio Knez mit einigen Infos über Beziehungsgeschichten von Leyla Lahouar zu, die er gar nicht hören wollte. (Bild: RTL)

Legendär: Lucy brilliert in der Dschungelprüfung

Fabio, der Mahner, behielt Recht: Die Luxus-Artikel wurden einkassiert. Darunter litt Lucy am meisten, den anderen war's irgendwie egal. "Die nahmen das gar nicht ernst", war Lucy enttäuscht, die ab sofort auf ihre Ohrstöpsel verzichten muss, ohne die Dinger aber bei jedem Geräusch aufwacht. Ihr Appell "Jetzt dann bitte nachts Stille" dürfte verpuffen. Kim: "Nachtwache ohne labern wird schwierig."

Das wirkt schon unfair, denn Lucy geht permanent für das ganze Team an ihre Grenzen und darüber hinaus. Bei der Dschungelprüfung "Reperatortur", die Leyla letzte Woche nach wenigen Sekunden abgebrochen hatte (Kim: "Haha, Leylas Resterampe"), arbeitete sie sich durch Kakerlaken, Spinnen, Krokodile, grüne Ameisen und Elektroschocks und holte aus dem unterirdischen Labyrinth satte fünf Sterne. Danach gingen die Gefühle komplett mit ihr Gassi. Sie lachte, freute sich, weinte, jubelte, greinte. Großes Gefühlskino, sogar Sonja Zietlow bekam feuchte Augen.

Lucy zog stolz von dannen und bedankte sich beim Dschungel: "Danke, dass du mir das ermöglichst, dass ich mit dir im Einklang sein darf", rief sie in den Wald.

Nachtwache, zweite Schicht: Leyla und Mike kamen sich näher, allerdings ganz anders als gedacht. (Bild: RTL)
Nachtwache, zweite Schicht: Leyla und Mike kamen sich näher, allerdings ganz anders als gedacht. (Bild: RTL)

Leyla und Mike: Erst frivole Gesänge, dann ein schüchterner Schulhofflirt

Davon waren die anderen weit entfernt. Kim wurde, wenn möglich, ohnehin nur angeschwiegen. Ein falsches Wort hätte ja "das Thema" auslösen können. Eine kleine frivole Auszeit nahmen sich Lucy, Tim und Leyla am Weiher, wo sie "Wenn du willst, dass ich schlucke, trinke Ananassaft" sangen. Vielleicht in weiser Voraussicht, was Leyla und Mike noch blühen könnte, wenn die sich weiter annähern.

Das klappt nämlich bei der Nachtwache schon ganz gut. Allerdings anders, als gedacht. Kein wildes Geruckel in der Hängematte, sondern zartes Vortasten Richtung "Was magst du", "Wie bist du so", "Könnte man sich noch besser kennenlernen." Das war so unglaublich weit weg von Dating-Formaten (durch die beide bekannt wurden) und so nah am schüchternen Schulhofflirt à la "Willst du mit mir gehen: nein, ja, vielleicht?", dass es richtig süß war. Im Dschungeltelefon war Leyla verzückt: "Er ist cute. Ich müsste mich schon sehr täuschen, wenn er mich nicht sehr mögen würde. In seinen Augen sieht man Reinheit. Eine ehrliche Seele. Ich würde ihn gerne besser kennenlernen. Ich finde ihn toll!"

Leyla ist verzückt vom heiteren Mike: "In seinen Augen sieht man Reinheit. Eine ehrliche Seele. Ich finde ihn toll!" (Bild: RTL)
Leyla ist verzückt vom heiteren Mike: "In seinen Augen sieht man Reinheit. Eine ehrliche Seele. Ich finde ihn toll!" (Bild: RTL)

Können die anderen mehr, als sich nur über Kim zu beschweren?

Und dann war Kim raus. Umarmungen gab es nur für Lucy, Tim und Fabio, Mike rettete sich mit einem High Five aus einer letzten Umklammerung. Die vermeintliche Störenfriedin ist fort. Jetzt müssen die anderen (außer Lucy) beweisen, dass sie mehr drauf haben, als sich nur über Kim zu beschweren. Das könnte schwerer werden, als sie sich vorstellen.

Und tschüss: Felix von Jascheroff musste gehen. Seine Mahnung zum Abschied: "Versucht, dass ihr euch nicht die Köpfe abreißt." (Bild: RTL / Stefan Thoyah)
Und tschüss: Felix von Jascheroff musste gehen. Seine Mahnung zum Abschied: "Versucht, dass ihr euch nicht die Köpfe abreißt." (Bild: RTL / Stefan Thoyah)