Wissenschaftler warnen: Asteroid könnte die Erde nächste Woche zerstören

Wissenschaftler haben einen Asteroiden entdeckt, der sich auf Kollisionskurs mit der Erde befindet und diese bereits in der nächsten Woche treffen könnte. Die Forscher suchen fieberhaft nach einer Möglichkeit, die Katastrophe noch zu verhindern.

Der Asteroid, der den Namen 2016-FI erhalten hat, soll einen Durchmesser von etwa einem Kilometer haben. Der Einschlag des Asteroiden könnte ganze Städte dem Erdboden gleich machen oder sogar einen ganzen Kontinent zerstören. Oder vielleicht auch nicht.

In Wirklichkeit gibt es gar keinen Asteroiden. Wer bis hierher gelesen hat, ist klar im Vorteil. Die Schock-Nachricht von dem Asteroiden ist Teil eines Experiments von Wissenschaftlern der Columbia Universität und des Inria Microsoft Joint Centre über soziale Medien. Die Meldung wurde zuerst im vergangenen Jahr in einem Artikel im “Yackler Magazine” verbreitet. Die nach Aufmerksamkeit schreienden Überschrift: “Wissenschaftler sagen, dass ein gigantischer Asteroid die Erde in der nächsten Woche treffen und verheerende Zerstörungen auslösen könnte”. Während sich die ersten beiden Absätze dem bevorstehenden Armageddon widmen, lösen die Autoren im Text den Schwindel auf.

Das Experiment ist allerdings kein Scherz, sondern hat einen ernsten Hintergrund: Die Forscher haben mit der Meldung das Teilen- und Leseverhalten der Nutzer in den sozialen Medien vor allem am Beispiel von Twitter untersucht. Vier Wissenschaftler um Maksym Gabielkov verfolgten einen Monat lang die Verbreitung der URL zur Nachricht über fünf große Medien (BBC, CNN, Fox News, The New York Times und The Huffington Post) und Twitter. Das Ergebnis ist ernüchternd.

Welche Dinge die Deutschen gerade stärker fürchten als Asteroiden, erfahren Sie hier

Demnach wurden 59 Prozent des geteilten Links nie geklickt. Das heißt, die Follower teilten nur die Nachricht, haben sie aber nie gelesen. Der Co-Autor der Studie, Arnaud Legout, sagte der “Washington Post”: “Menschen sind eher bereit, einen Artikel zu teilen als zu lesen. Das ist typisch für den modernen Konsum von Informationen. Menschen stützen ihre Meinung auf Zusammenfassungen ohne sich intensiver mit einem Thema auseinanderzusetzen.” Dass dieses Verhalten auch zu unverantwortlichem Verbreiten von Unfug führen kann, haben die Wissenschaftler mit diesem Experiment belegt.

Sehen Sie auch: Experiment - So gemein können Menschen zu einem einsamen Kind sein