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#YesToCopyright: Wurde Lena Meyer-Landrut von der GEMA für Urheberrechtsreform instrumentalisiert?

Lena Meyer-Landrut sorgt mit ihrer Meinung zur Urheberrechtsreform für eine hitzige Diskussion. (Bild: Frank Hoensch/Redferns via Getty Images)
Lena Meyer-Landrut sorgt mit ihrer Meinung zur Urheberrechtsreform für eine hitzige Diskussion. (Bild: Frank Hoensch/Redferns via Getty Images)

Eine Online-Werbung der GEMA mit Lena Meyer-Landrut für die umstrittene EU-Urheberrechtsreform sorgt für hitzige Diskussionen. Die Musikerin fühlt sich missverstanden, Gegner der Reform sehen eine Instrumentalisierung der Künstlerin.

Seit Kurzem wirbt die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) unter dem Hashtag #YesToCopyright mit prominenten Musikern für den sogenannten Artikel 13 in der EU-weiten Urheberrechtsreform. Befürworter der Reform argumentieren, Künstler und Verlage hätten mit der Reform mehr Kontrolle über ihr geistiges Eigentum und würden gerechter entlohnt werden. Kritiker wiederum argumentieren, dass es dank Uploadfiltern, die den Missbrauch von urheberrechtlich geschütztem Material verhindern sollen, zu Zensur und dem Ende des freien Internets kommen könnte.

Hintergrund: SPD-Politiker Wölken: Gehe von Streichung von Artikel 13 aus

Die GEMA, die deutsche Autorengesellschaft für Musik, veröffentlichte mehrere Fotos von Meyer-Landrut, wie sie ein Plakat mit der Aufschrift “JA! Zur EU-Urheberrechtsrichtlinie” unterzeichnet – und erklärt, Meyer-Landrut gäbe damit “ein klares JAAA zur EU-Urheberrechtsrichtlinie!”

Das Foto stammt von der Verleihung des Deutschen Musikautorenpreises von vergangener Woche, bei dem das Thema Urheberrecht im Vordergrund stand. Auch die Rapperin Sabrina Setlur sowie Sänger Mark Forster unterschrieben das Plakat.

Meyer-Landrut reagiert auf Twitter-Kontroverse

Dies stieß bei den Gegnern der Reform auf viel Kritik. Ein Twitter-User wandte sich direkt an die Musikerin und erklärte ihr die Folgen – mit dem Zusatz: “Solltest dich mal informieren!”

Meyer-Landrut reagierte mit einer überraschenden Antwort: Sie habe keineswegs für Artikel 13 unterschrieben, sondern ganz generell für Urheberrecht. “Man kann hier nicht pauschalisieren denk ich”, so die ehemalige Eurovision-Song-Contest-Gewinnerin.

Kritik an der Vorgehensweise der GEMA ließ nicht lange auf sich warten. Künstler werden hier “instrumentalisiert und ausgenutzt”, attestiert ein Twitter-Nutzer.

Wurde die Musikerin instrumentalisiert?

Meyer-Landrut habe deutlich erklärt, dass sie besagten Artikel nicht unterstütze. Dass die GEMA “Musiker für [ihre] politischen Zwecke missbraucht, ist echt Wahnsinn”, argumentiert eine andere Person.

Allerdings gibt es auch zahlreiche Gegenstimmen. Es sei kein Fehler der GEMA, Meyer-Landrut unterschreibe hier sehr wohl für Artikel 13 und solle sich besser informieren, was sie genau unterzeichne, kritisiert sie eine Person.

Die Musikerin versuche mit ihrer Argumentation nur, etwas zu retten, meldet sich ein anderer Nutzer zu Wort.

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