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Zahl der Binnenflüchtlinge im Sudan in nur zwei Wochen verdoppelt

Durch die schweren Kämpfe im Sudan zwischen rivalisierenden Truppen sind seit Mitte April 700.000 Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht. Ob diese Menschen auf dem Weg Richtung Grenzen seien, ist bislang unklar, so die UN-Organisation für Migration IOM.

"Die Zahl der Binnenvertriebenen im Sudan hat sich in der letzten Woche mehr als verdoppelt. Dies geht aus Daten hervor, die von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) im Rahmen ihrer Matrix zur Erfassung von Vertreibungen erhoben wurden. Nach diesen neuesten Daten sind nun mehr als 700.000 Menschen durch die Kämpfe, die am 15. April begannen, vertrieben worden."

Paul Dillon, Sprecher der IOM International Organization for Migration

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks waren Stand 8. Mai schon mehr als 150.000 Menschen aus dem Sudan in Nachbarländer geflohen.

Im Sudan ist Mitte April ein lange schwelender Machtkampf zwischen der Armee und der paramilitärischen RSF eskaliert.

Schon vor der jüngsten Krise gab es 3,7 Millionen Vertriebene im Land. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR waren Stand 8. Mai bereits mehr als 150 000 Menschen aus dem Sudan in Nachbarländer geflohen.

Im Sudan ist Mitte April ein lange schwelender Machtkampf zwischen der Armee unter Kommando von De-facto-Präsident Abdel Fattah al-Burhan und der paramilitärischen Einheit RSF seines Vizes Mohammed Hamdan Daglo eskaliert.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind 604 Menschen durch die Kämpfe ums Leben gekommen und rund 5000 verletzt worden. Experten sind sich einig, dass im Chaos viele Opfer nicht gemeldet werden und die Zahlen tatsächlich deutlich höher liegen.