Werbung

Zahl der Raucher in zwei Jahren um 19 Millionen zurückgegangen

Allen Anstrengungen der Tabakindustrie zum Trotz: Der Tabakkonsum geht weltweit zurück, wie die Weltgesundheitsorganisation in ihrem jüngsten Bericht zeigt. Es sei das erste Mal, dass man einen solch deutlichen Rückgang verzeichne, hieß es bei der Vorstellung der Zahlen.

Das bedeute, dass wir 19 Millionen weniger Raucher haben als noch vor zwei Jahren, sagte der WHO-Direktor für Gesundheitsförderung Rüdiger Krech in Genf. "Das ist das erste Mal, dass wir einen solchen Rückgang sehen."

Weltweit gibt es aber immer noch 1,25 Milliarden erwachsene Tabakkonsumenten. Um dem Trend fortzusetzen, fordert die WHO die Länder auf, weiterhin Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums zu ergreifen und die Einmischung der Tabakindustrie zu bekämpfen.

In Europa rauchen 25,3 % der Menschen

"Die Region, die ein bisschen ein Problem darstellt, ist die europäische Region, wo vor allem Frauen in einigen Teilen, in einigen Ländern, auf dem Vormarsch sind oder immer noch einen sehr hohen Anteil an Tabakkonsumenten ausmachen", so Rüdiger Krech.

Die südostasiatische Region hat mit 26,5% den höchsten Prozentsatz an Rauchern. Die europäische Region ist nicht weit davon entfernt, hier rauchen 25,3% der Menschen.

Der Bericht schätzt, dass mindestens 37 Millionen Kinder im Alter von 13 bis 15 Jahren in irgendeiner Form Tabak konsumieren. In vielen Ländern ist der Konsum von E-Zigaretten unter Jugendlichen alarmierend hoch ist.

"Wir werden von Lehrern angerufen, insbesondere in Großbritannien, wo der Konsum von E-Zigaretten bei Kindern in den letzten drei Jahren um 150 Prozent gestiegen ist. Sie rufen uns an und sagen, dass die Kinder nicht mehr die ganzen 45 Minuten einer Unterrichtsstunde bleiben können, weil sie rausgehen müssen, um E-Zigaretten zu rauchen", so Krech.

Da die meisten E-Zigaretten über das Internet gekauft werden, empfiehlt die WHO, die Geräte für Kinder nicht mehr zugänglich zu machen. Für diejenigen, die sie zur Raucherentwöhnung nutzen, sollten sie als Medizin reguliert werden, rät die WHO.