Zugunglück: Ermittler untersuchen weiter den Unfallort

Garmisch-Partenkirchen (dpa) - Eine Woche nach dem tödlichen Zugunglück von Garmisch-Partenkirchen ist der Unfallort noch immer nicht vollständig freigegeben.

Südlich der Unglücksstelle gingen Ermittlungen und Untersuchungen weiter, sagte Martin Emig, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, am Freitag.

Nördlich der Unfallstelle hat die Deutsche Bahn inzwischen aber begonnen, die Bergung der Lok und eines letzten Waggons vorzubereiten; dieser Abschnitt ist von den Ermittlern freigegeben. Die Zugteile waren als letzte stehengeblieben. «Damit ein Schienenkran den Wagen und die Lok erreichen kann, um sie schließlich anzuheben, wird zunächst der Gleisabschnitt davor instandgesetzt», erläuterte ein Bahnsprecher. Allein diese Maßnahmen vor der Bergung des Waggons und der Lok dürften einige Tage in Anspruch nehmen.

Polizei arbeitet auf Hochtouren

Die fast 50 Mitarbeiter umfassende Soko «Zug» der Polizei arbeitet weiter auf Hochtouren an der Aufklärung der Ursache. Bahnmitarbeiter und Fahrgäste werden als Zeugen vernommen. Mit mehreren Dutzend Fahrgästen sei bereits gesprochen geworden, sagte Emig.

Die Fahrgestelle der bereits geborgenen Waggons wurden sichergestellt, ebenso Schienen und Gleisbestandteile. Bei der Suche nach der Ursache liegt der Fokus auf einem technischen Defekt. Wann auf der Strecke wieder Züge fahren können, ist offen.

Der Regionalzug von Garmisch-Partenkirchen nach München war am vergangenen Freitagmittag entgleist. Vier Frauen und ein 13-Jähriger aus der Region starben. Am Samstag ist in Garmisch-Partenkirchen ein ökumenischer Trauergottesdienst geplant.

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