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    Kirchen-Konflikt: Kommunionsstreit um Jungen mit Down-Syndrom

    Gemeinsam mit seinen Klassenkameraden sollte ein siebenjähriger Junge aus der englischen Grafschaft West Yorkshire an der Erstkommunion teilnehmen. Doch der zuständige Pfarrer weigerte sich. Seine Begründung: Weil der Junge am Down-Syndrom leidet, könne er dem Kommunionsunterricht nicht ausreichend folgen. Die Eltern des Kindes wehrten sich gegen die Reaktion der katholischen Kirche und starteten eine Petition.

    Kirchen-Konflikt: Kommunionsstreit um Jungen mit Down-Syndrom (Bild: thinkstock)Der siebenjährige Denum Ellarby aus Dewsbury in West Yorkshire besucht eine römisch-katholische Grundschule und wurde in der St. Mary of the Angels Church in Batley getauft. Seine Eltern wollten, dass er gemeinsam mit seinen Mitschülern die Erstkommunion feiert – doch der zuständige Gemeindepfarrer ist der Ansicht, dass der Junge noch nicht reif für das Sakrament ist. Weil er unter dem Down-Syndrom leidet, kann Denum nicht wie gefordert jeden Sonntag an der einstündigen Heiligen Messe teilnehmen. Zudem befürchtet Pfarrer Patrick Mungovin, der Siebenjährige würde den Inhalt der Vorbereitungsstunden nicht ausreichend verstehen und somit schlecht auf den erstmaligen symbolischen Empfang von Leib und Blut Christi vorbereitet sein.

    Die Eltern des Jungen, Clare und Darren Ellarby, beschwerten sich daraufhin bei den Vorsitzenden der Diözese Leeds, zu der Dewsbury gehört. Doch diese sollen ebenfalls den Standpunkt von Pfarrer Mungovin vertreten haben, dass Denum für die Erstkommunion nicht bereit sei. Den Vorwurf, dass der Junge nicht zum Kommunionsunterricht zugelassen worden sei, wies die Kirche jedoch zurück und ließ stattdessen vermelden, man hoffe, dass er in der Zukunft fähig sei, an der wichtigen religiösen Zeremonie teilzunehmen.

    Doch das britische Ehepaar gibt sich mit dieser Reaktion nicht zufrieden. „Ich glaube, dass sie ihn wegen seiner Behinderung nicht annehmen“, sagte die 30-Jährige Mutter der „Daily Mail“. „Ich bin sehr bestürzt darüber, dass mein Sohn diskriminiert wird, und ich fühle mich von der katholischen Kirche im Stich gelassen.“ Zwar könne Denum weder lesen noch schreiben, dennoch sei er sehr intelligent. „Sie müssen mehr Mitgefühl haben. Was sie tun, ist sehr grausam.“

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    Ihr 36-jähriger Ehemann sagte der Zeitung, er habe erwartet, dass die Kirche Denum zugesteht, sich zuhause auf die Erstkommunion vorzubereiten und dass die Vorbereitungsmaßnahmen etwas flexibler seien, wie dies auch bei Kindern mit Lernschwierigkeiten der Fall ist. Um zu erreichen, dass ihr Sohn doch noch gemeinsam mit seinen Mitschülern an der feierlichen Zeremonie teilnehmen darf, haben seine Eltern innerhalb von zwei Wochen 400 Unterschriften für eine Petition gesammelt. Michael McQuinn, Generalvikar der Diözese Leeds, erklärte jedoch in einem Brief, Pfarrer Mungovin sei nicht ohne Grund der Ansicht gewesen, dass Denum erst dann an der Erstkommunion und der Heiligen Messe teilnehmen solle, wenn er beides besser verstehen könne.

    Stefan Förner, Pressesprecher des Erzbistums der katholischen Kirche in Berlin, teilt diese Ansicht nicht. „Das ist nicht die Praxis, wie ich sie hier kenne. Mein Sohn war auch bei der Erstkommunion. Da war auch ein schwerbehinderter Junge dabei, der an allem beteiligt wurde. Dem wurde sogar die erste Beichte abgenommen“, sagte er gegenüber Yahoo! Nachrichten. „Ein Behinderter ist genauso ein Kind Gottes. „Wenn glaubhaft ist, dass die Eltern bzw. das Kind selbst um das Sakrament bitten, muss die Kirche einen sehr triftigen Grund haben, um das zu verweigern. Die Behinderung darf auf keinen Fall das einzige Argument sein.“

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    312 Kommentare

    • Annika  •  vor 4 Monaten
      boah is das bitter.
      • Julia vor 4 Monaten
        Abba escht ey.
    • Muskelkaterchen  •  vor 4 Monaten
      Da gehen ja immer noch die gleichen Heucheleien ab!
      Bin zum Glück in keiner Kirche, mich regt das trotzdem auf.
      Sogar in der Evangelischen Kirche, die ich für weitaus toleranter gehalten hatte, passieren unchristliche Dinge.
      Ein Mann verließ seine Familie, ließ sich scheiden - und seiner Frau, die als Kindergärtnerin in einem evangelischen Kindergarten arbeitete, wurde gekündigt, weil sie ja nun geschieden sei.
      Unchristliche Entscheidung, man hat damit ihr und ihren Kindern die Existenz geraubt. Ich würde jedem in solchen Fällen raten, vor dem Europäischen Gericht zu klagen. Deutsche Richter gaben der Kirche Recht, weil es ein konfessioneller Kindergarten sei. Aha. Wieso zahlt dann aber der allgemeine Steuerzahler über 90 % der Kosten??
      Wäre nicht das erste Mal, dass der europäische Gerichtshof ein Urteil eines deutschen Gerichtes einkassiert.
      • K. vor 4 Monaten
        Muskelkaterchen, richtig. Aber in evangelischen Freikirchen zahlen Sie keine Kirchensteuer. Dort wird das Wort Gottes gelehrt und gepredigt, wie es in der Bibel steht. Wer spenden kann und möchte, gibt freiwillig.
    • thomas  •  vor 4 Monaten
      Zu den meisten Kommentaren:
      scheinheilig wie die kath. Kirche selbst! Würde Jesus
      nochmal wiederkommen: mit Peitsche aus dem Tempel
      jagen alle Händler und Wechsler!
      • Erwin Lindemann vor 4 Monaten
        Und was macht ein Jesus mit dem anonymen Scheck der Frau Geerkens?
      • K. vor 4 Monaten
        Thomas, weißt Du nicht, dass ER wiederkommt? Fast alle verheißenen Vorzeichen sind schon eingetreten. Diesmal kommt er in Herrlichkeit, und zwar für alle Menschen sichtbar. Es ist spannend!
    • hemingway2008  •  vor 4 Monaten
      Die katholische Kirche ist doch so verlogen, dass es schon weh tut !! Mich wollte die katholische Kirche nicht trauen, weil meine damalige Frau keine Kinder bekommen konnte.
      Ich bin damals als Konsequenz sofort von der Kirche
      ausgetreten-denn ich kann-ohnen meinen Glauben zu verleugnen-sehr gut auf sie verzichten.Ich spare sogar noch jeden Monat Geld dabei.
      • Erwin Lindemann vor 4 Monaten
        Der Junge kann doch froh sein, dass er nicht noch einem Exorzismus oder gar einer Hexenverbrennung anheim fällt. Besser wegbleiben.
      • Torsten vor 4 Monaten
        geld sparen! na dann arbeitest du hoffentlich an den "christlichen feiertage " umsonst! ODER? typisch ! profitieren, und dann solchen schwachsinn schreiben.
    • rupert  •  vor 4 Monaten
      joop, auch ich habe mich vor Jahrzehnten aus dieser "Glaubensgemeinschaft" verdünnisiert...
      Wenn das alles ist, was ein Teil der Priester drauf haben, dann ist es natürlich zwingend nötig, jede Woche in die Gotteshäuser zu rennen um für sein Verhalten um Gnade zu winseln....
      PS.
      bin ich nun ein schlechterer Autofahrer, nur weil ich nicht ADAC-Mitglied bin??????
      • Erwin Lindemann vor 4 Monaten
        Mein Nachbar wurde von seiner Mutter allsonntäglich wie mit der Peitsche in die Messe getrieben. Was passierte? Er kehrte um und machte mal auch Besuche bei mir. Als die Messe rum war, ging er pünktlich nach Hause, damit er danach wieder zu uns zurückkommen konnte, ohne aufzufallen. Amen.
    • Andreas  •  vor 4 Monaten
      ha ha,
      und ihr zahlt alle noch kirchensteuer,
      glaubt an die macht des papstes,
      betet abends drei ave maria,
      bezahlt vergewaltiger,
      und kapiert überhaupt nichts!!!
    • Lydia H  •  vor 4 Monaten
      Man sollte die Kirche verbieten!
    • Tamara  •  vor 4 Monaten
      ja aslo die kath kirche hat den inhalt der Bibel schon gut verstanden muss man sagen.
    • Sylvia_TV  •  vor 4 Monaten
      Die Katolische Kirche hat wohl noch immer begriffen das sie nicht mehr machen können was sie wollen.Das man die Kirchen alle abschaffen sollte wäre eine der besten Ideen.
    • Tatjana  •  vor 4 Monaten
      ich scheisse auf das glaube und schon recht auf die kirche,nur geldmacherei
    • Thorsten  •  vor 4 Monaten
      Gibt es eigentlich irgendein Land, welches zu 100% Religionsfrei ist? Überhaupt Religion. Gäbe es Scientology schon einige hundert Jahre, wäre dies eine Weltreligion. Christentum, Islam, Judentum. Gehört alles abgeschafft. Jede Religion nimmt sich raus tolerant zu sein. Paradox, dass sie aber alle ihren Gott als einzig waren nennen und systematisch Minderheiten diskriminieren oder schlimmer. Seien es Andersgläubige, Atheisten, Kinder, Frauen oder Behinderte.
      Religionen sind nichts anderes als Sekten und oftmals kriminelle Vereinigungen.
    • hg  •  vor 4 Monaten
      Nach dem was sich die kath. Kirche in der Vergangenheit schon alles geleistet hat, kann man den Eltern nur raten aus der Kirche auszutreten. Es geht doch eh nur ums liebe Geld. Ich frage mich, warum die Kirche nicht das macht worum es eigentlich im Sinne Jesus Christus geht, den Glauben an Gott und die Kirche vertreten. Nein, sie nehmen sich Rechte heraus, die jenseit von gut und böse sind. Da fragen die sich noch warum keiner mehr in die Kirche geht.
    • Maximilian  •  vor 4 Monaten
      Religion scheint heute hauptsächlich ein Schild gegen Kritik, Erkenntnisgewinn und Einsicht zu sein.
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 4 Monaten
      Das hat mit der kath. Kirche, wie sie sein sollte, nichts zu tun.
      XS
    • Anna  •  vor 4 Monaten
      Kondome und Abtreibungen sind verboten, denn Kinder sind von Gott gewollt, begründet die Kirche. Zölibatere "Männer" sind näher an Gott, verkündet die Kirche.
      Reicht es nicht endlich mit dem Herumgelüge? Diese Pfaffen reden den Leichtgläubigen ein, wer oder was Gott ist und geben sich dann als seine Sendboten aus. Wer dafür noch kräftig Kirchensteuern abdrückt, dem ist nicht mehr zu helfen.
      Hoffentlich geht den Eltern des betreffenden Jungen ein Licht auf.
    • expat  •  vor 4 Monaten
      Es aergert mich gewaltig, dass dieser Gaul so totgeritten wird. Es hilft noch nicht einmal dem Betroffenen, geschweige denn dem Pastor=guter Hirte, diesen Dummfug nicht nocheinmal zu veranstalten.
      Diese Story ist hier schon aelter als 100 Stunden!!!!!!!!!!!!!!
      Haben der Pastor , die Gemeinde, die Betroffenen dazu Stellung genommen.?
    • Sandra Parokkaran  •  vor 4 Monaten
      Typisch Katholische Kirche!
    • Peter  •  vor 4 Monaten
      es wird schon seinen grund haben warum immer mehr aus der katholischen kirche austreten. nur in den latein-amerikanischen ländern hält sich der katholizismus. und genau da perdigt die kirche gegen abtreibung, verhütung und und und. und die folge? armut und hunger für zig-millionen menschen. missbrauchfälle, mehr als man sich je vorstellen konnte. und die liste der verfehlungen kann man beliebig fortsetzen. dazu braucht man nicht in die zeiten der hexenverbrennungen, folterungen usw. zurück gehen. und alles geschieht "im namen der kirche". amen
    • Regina  •  vor 4 Monaten
      Dieses verlogene Kirchenpack. Erheben sich zu allgebenden Glückseligkeit, vergreifen sich an Jugendlichen als Pädophile und die Gesamtkirche schützt diesen Abschaum noch. Die alten und debilen Päpste, die selbst Kondome als schlecht darstellen, weil man einfach mit jedem Geschlechtsakt auch die Frau schwängern soll enteiern sollte, da nur Eunuchen wirklich keine Sex mehr haben. Leben von der Kirchensteuer in Saus und Braus und Priester sind dazu angeleitet, sterbende Mütterchen noch Grundstücke und sonstiges abzuverlangen, damit die Kirche als Erbe eingesetzt wird. Diese verlogene Pack hat längst ausgedient und ist überholt. Doch im islamischen oder sonstigen Religionen ist es auch nicht anders. Die nehmen auch für sich Dinge in Anspruch, die gegen die eigentliche Religion stehen. Es geht um das steuern von Massen, Macht, Geld, Sex und Korruption. Widerlich uns dann noch anzuprangern, wenn wir mal Partnertausch oder sonstiges machen.
      Selbst einen Fond richtete die kath. Kirche ein, um Kindern von Priester die Alimente zu zahlen. Aber nur bis zu 3 Kindern je Priester. Abartig und verlogen. Die sollte man alle verbrennen als Hexen und Hexer. So wie sie es im Mittelalter auch praktiziert haben.
    • perfect  •  vor 4 Monaten
      Religion ist Opium fürs Volk und von Menschen erfunden.