100-Kilo-Münze: 53 Hinweise zur gestohlenen Münze aus dem Bode-Museum

Nach dem spektakulären Diebstahl auf der Berliner Museumsinsel gibt es zwar 50 Hinweise, eine heiße Spur hat die Polizei aber nicht.

Vier Wochen nach dem Diebstahl einer millionenschweren Goldmünze in Berlin sind die Täter weiter auf der Flucht. "Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes dauern an", sagte eine Polizeisprecherin am Montag lediglich. Bislang seien 53 Hinweise zu dem Fall eingegangen. Die Informationen würden sorgfältig geprüft.

Die Unbekannten waren in der Nacht zum 27. März in das Bode-Museum auf der Museumsinsel im Zentrum der Hauptstadt eingebrochen. Sie benutzten eine Leiter und stiegen durch ein Fenster ein. Im Museum stahlen sie die kanadische 100-Kilo-Goldmünze "Big Maple Leaf", die einen geschätzten Materialwert von 3,8 Millionen Euro hat. Mit einer Schubkarre transportierten sie die Münze ab. Das Museum zeigte sich schockiert darüber, dass die Einbrecher das Sicherheitssystem des Hauses überwunden hatten.

Die Polizei hat Fotos von den sichergestellten Tatwerkzeugen veröffentlicht. Die Einbrecher hatten das Griffstück einer Axt, die dreiteilige Leiter, die Schubkarre mit weißem Rad, ein Brett mit Rollen zum Transport und einen Türkeil im sowie nahe dem Bode-Museum zurückgelassen.

Es wird befürchtet, dass die Diebe das Goldstück zersägen, um die kleineren Stücke einzuschmelzen und zu verkaufen. Die Ermittler hoffen auch auf Hinweise von Händlern, denen womöglich größere Goldmengen zum Verkauf angeboten werden.

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