13-Jähriger findet 14.900 Euro und geht auf Shopping-Tour

·Freiberufliche Journalistin

An einer S-Bahn-Haltestelle im bayerischen Furth findet ein Teenager rund 15.000 Euro. Doch statt das Geld abzugeben, macht er mit seinen Freunden eine ausgiebige Sause.

Ein gefundenes Kuvert mit fast 15.000 Euro war für einen 13-Jährigen offensichtlich zu verlockend, um es abzugeben. (Bild: Getty Images)
Ein gefundenes Kuvert mit fast 15.000 Euro war für einen 13-Jährigen offensichtlich zu verlockend, um es abzugeben. (Bild: Getty Images)

Juchu, nun bin ich reich! Das oder etwas Ähnliches muss sich wohl der 13-jährige Teenager aus dem südlichen Landkreis München gedacht haben, als er am 2. Mai die gerade am Bahnsteig gefundene Aktentasche öffnete. Darin befand sich ein Kuvert mit 14.900 Euro.

Doch statt die Fundsache – wie gesetzlich vorgeschrieben – abzugeben, entschloss er sich, die stolze Summe mit seinen Freunden zu verjubeln, wie die Bundespolizeidirektion München mitteilt. Mit zwei Jungs und zwei Mädchen, die er aus der Schule kannte, machte sich der frischgebackene Geldbesitzer auf Shopping-Tour. Es gab Schmuck und Ohrringe für die Mädchen, Rucksäcke und sogar einen E-Roller. Außerdem finanzierten sich die Freunde vom gefundenen Geld Ausflüge zum Bowling und Essen.

Mitte Mai wurden die Eltern misstrauisch

Als die Kids etwa die Hälfte des Geldes verprasst hatten, sei den Eltern aufgefallen, dass ihr Nachwuchs ganz offensichtlich über seine Verhältnisse lebte und sie gingen der Sache auf den Grund. Daraufhin gaben die Kinder alles zu. Ein Großteil ihrer Einkäufe konnte im Handel zurückgegeben werden, so dass am vollen Fundbetrag am Ende noch etwa 1000 bis 2000 Euro fehlten, die die Eltern der Kinder gemeinschaftlich zahlten.

Die Freunde gehen straffrei aus

Gemeinsam mit ihren reumütigen Kindern erschienen sie am Dienstag (17. Mai) bei der PI Unterhaching und übergaben die vollen 14.900 Euro, so die Polizei.

Beim Besitzer der Tasche, einem 62-Jährigen aus Sauerlach, war die Freude groß. Denn der hatte nach der langen Zeit nicht mehr damit gerechnet, sein verlorenes Geld jemals wiederzusehen.

Strafrechtlich belangt werden die Kinder nicht, da alle noch unter 14 Jahre alt sind. Ganz aus der Welt ist die Geschichte aber noch nicht. Die Fünf werden demnächst zu einem klärenden Gespräch bei der Bundespolizei vorgeladen.

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