30 Jahre alte Idee: Die Sprengung des Mondes könnte unsere Probleme lösen

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1991 schlug ein US-amerikanischer Mathematik-Professor vor, den Mond zu sprengen – um die Wetterprobleme auf der Erde zu lösen. Die Idee grub kürzlich ein Wissenschaftsmedium wieder aus.

Ohne Mond, keine Wetterprobleme auf der Erde. Deshalb wollte ein Wissenschaftler vor rund 30 Jahren den Erdtrabanten sprengen
Ohne Mond, keine Wetterprobleme auf der Erde. Deshalb wollte ein Wissenschaftler vor rund 30 Jahren den Erdtrabanten sprengen. Foto: Symbolbild / gettyimages

Wie können wir unsere Wetterprobleme auf der Erde lösen? Indem wir den Mond in die Luft jagen! Das hat vor über 30 Jahren ein Mathematik-Professor der Iowa State Universität vorgeschlagen.

Alexander Abian, so lautet sein Name, artikulierte seine Idee im Jahr 1991 zuerst in einer Unizeitschrift. Kürzlich wurde sie vom Wissenschaftsblog „I fucking love science“ wiederentdeckt.

Idee könnte aus Katastrophenfilm stammen

Das Ziel der Mondsprengung: Auf diese Weise sollten die großen Probleme der Menschen auf der Erde gelöst werden, weil ohne Mond die Jahreszeiten endeten und damit die Wetterkapriolen auf der Erde beruhigt würden.

Die Idee Abians hätte direkt aus dem Katastrophenfilm „Armageddon“ stammen können – der kam allerdings erst Jahre später in die Kinos: Abian wollte ein Team auf den Mond schicken, das ein tiefes Loch in den Erdtrabanten bohrt, einen atomaren Sprengsatz platziert und diesen aus sicherer Entfernung, von der Erde aus, detonieren lässt.

Ohne Mond sollte es beispielswese keine Zyklonen in Bangladesch, keine Dürren in Äthiopien und keine schwülheißen Tage mehr in Manhattan geben. Ohne Mond, so die Voraussage Abians, würde kein anderer Himmelskörper mehr mit seiner Gravitation an der Erde zerren, was sowohl die Meere, die Temperaturen als auch die globalen Winde beruhigen würde.

Alles Leben auf der Erde wäre zuende

Doch darin stimmten schon damals nicht alle Expert:innen überein. Genau genommen, gibt es bis heute keine ernstzunehmende Stimme aus der Wissenschaft, die Abions Idee übernommen hat. Vermutlich, so ordnete schon damals etwa die Nasa ein, würde beim Versuch, den Mond zu sprengen, ein riesiger Brocken auf der Erde einschlagen und alles Leben vernichten.

Auch die britische BBC spielte die Idee damals durch. Allein die vollständige Sprengung des Monds sei demnach praktisch unmöglich. Ein Loch allein reiche längst nicht. Stattdessen müssten rund 600 Milliarden Bomben in jeweils hunderte Kilometer tiefe Löcher, die auf dem ganzen Mond verteilt seien, abgeworfen werden. Sonst könnte der Mond nicht vollständig zerstört werden. Dann würde sich ein Restkörper bilden, der seine Anziehung beibehalten und eine Sphäre aus Splittern und Debris bilden würde.

Kultstatus im Internet

Ob Abion damals vor allem provozieren wollte oder doch Ernst hinter seinem Vorschlag steckte, das war nie ganz klar. Er verglich zumindest seine Kritiker:innen mit den Stimmen, die im 17. Jahrhundert die Ideen des Universalgelehrten Galileo Galileis als Blasphemie ablehnten.

Auch das führte wohl schon damals zu einer Form von Online-Kultstatus, die Abion erreichte: als der verrückte Professor, der es auf den Mond abgesehen hatte.

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