5 Dinge, die du gestern im TV verpasst hast

1. Nacktes Überleben (Sat1): Peinlich berührt in der Wohngemeinschaft

In der Sendung „Nacktes Überleben – Wie wenig ist genug?“ fühlten sich gestern Abend alle sechs Kandidaten unwohl. Der Zuschauer der nicht abschalten wollte oder konnte, lernte indes etwas über Nacktheit.

Das Konzept der Sendung ist simpel: Sechs Kandidaten müssen 30 Tage lang auf fast alles verzichten. Dazu wird ihnen zunächst wirklich alles weggenommen – Kleidung inklusive. Lediglich eine Zahnbürste und Klopapier sind erlaubt, Nahrung Wasser kommen dazu.

Ab dem zweiten Tag dürfen sich die Teilnehmer jeden Tag für einen Gegenstand entscheiden, den sie zurückfordern. So sollen die Kandidaten und die Zuschauer erfahren, was wirklich wichtig ist.

Schnell wird klar, dass die titelgebende Nacktheit hier das große Thema wird. Mit hochroten Köpfen schmeißen die Kandidaten ihre Kleidung in Umzugskisten. Weil die 24-Jährige Claire, die mit zwei Männern in einer Wohngemeinschaft wohnt, offenbar schon von dem Gedanken daran Bauchschmerzen bekommt, muss sie erst am zweiten Tag vor ihren nackten Mitbewohnern blankziehen.

Das führte dazu, dass Claire schließlich scheu im leeren Zimmer steht und von ihren Mitbewohnern beim ausziehen begafft wird. Im Anschluss rutscht sie hinter einem Umzugskarten versteckt über das Laminat. Später liegt sie – noch immer peinlich berührt – in Klopapier eingewickelt in der Badewanne.

In diesen und weitere Momenten ahnt man, dass Frauen und Männer unterschiedlich mit dem nackt sein umgehen. Während sich die Männer in der Sendung nackt schon fast zur Schau stellen, verstecken sich die beiden Frauen so gut es geht.

Während Claire in der Badewanne liegt, hockt ihr Mitbewohner neben ihr auf dem Klodeckel und redet auf sie ein: „Du wirst schon sehen, letztendlich gucken sie dir alle in deine richtigen Augen.“

2. Markus Lanz (ZDF): Ein Prinz mit Haltung. Warum wir mit Sebastian Krumbiegel gerne mal ein Bier trinken würden

Was haben wir die Prinzen geliebt, damals, in der Igel-Gruppe des städtischen Kindergartens. Auf dem Pausenhof sangen wir kleinen Stöpsel Küssen Verboten und meinten das auch so. 25 Jahre sind vergangen – die Prinzen finden wir noch immer toll.

Gestern bei Markus Lanz zu Gast: Rica Reinisch, Ex-DDR-Schwimmstar und Opfer des staatlichen Zwangsdopings; Jutta Braun, Historikerin, die zu eben diesen Verbrechen im DDR-Leistungssport forschte; Patrick von Braunmühl, Sohn des von der RAF ermordeten Gerold von Braunmühl; Dorothee Achenbach, Ex-Frau des Kunstberaters Helge Achenbach, der wegen Betrugs zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde – und dann eben der Sänger der Prinzen, Sebastian Krumbiegel, der, wie so oft, zur Promo seines Buchs bei Lanz ins Studio schneite, aber trotzdem noch immer ein klasse Typ ist.

Die Runde diskutierte viel über Haltung und darüber, wie man mit Verbrechen, die einem angetan wurden, abschließen kann. Krumbiegel schließt ab, mit einer erfrischenden Lockerheit, die ihresgleichen sucht.

Warum wird ein Mensch gewalttätig? Krumbiegel traf sich mit einem der Prinzen-Schläger, um es zu verstehen..

Lesen Sie mehr in der TV-Kritik: Ein Prinz mit Haltung. Warum wir mit Sebastian Krumbiegel gerne mal ein Bier trinken würden

3. Mario Barth deckt auf (RTL): Diese Steuerverschwendungen sind so doof, dass sie unterhaltsam sind

Mario Barth deckte stellte in seiner Sendung gestern Abend mal wieder unterhaltsame Steuerverschwendungen vor. Eindrucksvollstes Beispiel war dabei wohl die Jägerkaserne in Schneeberg.

Die wurde erst für 60 Millionen Euro durch den Bund saniert und dann geschlossen. Anschließend für zwei Millionen vom Bund an einen Unternehmer verkauft, dann wieder vom Land für rund 2,8 Millionen angemietet. Mit einer Polizeischule für 28 Millionen erweitert und schließlich für über 14 Millionen durch den Freistaat Sachsen zurückgekauft. – Allerdings nur die Hälfte des Geländes.

4. Stern TV (RTL): Irrwitziger Streit in Gotha

Bei „Stern TV“ ging es gestern Abend unter anderem um einen absurden Streit: In Gotha fahren auf vielen Strecken zwei Busse gleichzeitig. Exakt die gleiche Strecke, immer direkt hintereinander.

Zum doppelten Betrieb war es gekommen, weil die regionale Verkehrsgemeinschaft dem bisherigen Busunternehmer nach einem Vergütungsstreit für diese Strecken gekündigt und einen anderen Anbieter beauftragt hatte. Der bisherige Unternehmer ist damit allerdings nicht einverstanden. Er fährt einfach weiter.

5. Höllische Verbrechen (RTL II): Zeugen, Opfer und die Täter

Bei „Höllische Verbrechen“ ging es gestern um die unterschiedlichsten Straftaten. Dabei kamen nicht nur Zeugen zu Wort, sondern auch Opfer und Täter.

Etwa das deutsche Pärchen Stefan und Heike, die ausgerechnet während ihrer Traumreise einen Mord an der Südsee miterlebten. Oder ein Vater, der seine Söhne an den IS verlor. Außerdem erzählte ein Hochstapler, warum er im Geld schwimmt.

Fotos: Sat1, ZDF, RTL

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