Ariana Grande bricht wegen schwerer Entscheidung bei erster Liveshow von „The Voice USA“ in Tränen aus

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Am Dienstagabend wurde die erste Liveshow der 21. Staffel der US-amerikanischen Ausgabe von The Voice ausgestrahlt. Gleichzeitig war es auch die allererste Liveshow für Coach-Neuling Ariana Grande und es schien, als sei sie nicht so richtig auf die Emotionen und den Druck vorbereitet gewesen. Die erfahrenen Coaches Kelly Clarkson, John Legend und besonders Blake Shelton sind natürlich daran gewöhnt, schnell schwierige Ausscheidungsentscheidungen zu treffen, während ihnen der Moderator Carson Daly im Nacken sitzt. Neuling Ariana brach dagegen panisch in Tränen aus, als Carson sie bat, eines ihrer gefährdeten Teammitglieder zu retten.

Am Dienstag kamen die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen aus jedem Team automatisch weiter, und jeder Coach war gezwungen, nur einen weiteren Kandidaten (aus den verbleibenden drei Kandidaten jedes Teams) für die Top-12-Runde auszuwählen. Danach verkündete Carson einen Künstler aus jedem Team, der die Chance bekam, um den 13. Platz zu kämpfen. Als es an der Zeit war, die Ergebnisse von Team Ariana zu verlesen, verkündete Carson, dass die Amerikaner das Vater-Sohn-Duo Jim & Sasha Allen (eine faustdicke Überraschung, wenn man bedenkt, dass ihr gestelztes Hey Jude wohl einer der schlechtesten Auftritte der Top-20-Live-Playoffs-Show am Montag war) und das Powerpaket Holly Forbes durchgewunken hatten. Das bedeutete, dass Ariana nur eine ihrer verbliebenen Pop-Diven retten konnte, die sich die Stimmen offenbar geteilt hatten: Ryleigh Plank, Bella DeNapoli oder Raquel Trinidad.

„Ich weiß, wie schwer das für dich ist. Wir können die Emotionen in deinem Gesicht sehen“, bemerkte Carson, als Arianas Augen feucht wurden.

„Ich weiß nicht, wie das passieren konnte“, seufzte Ariana und unterdrückte dramatisch ein Schluchzen. „Ich ... Ich meine, alle sind gleichermaßen ... Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ihr seid alle so brillant – unglaubliche Sängerinnen und Menschen. Ich werde als Freundin und Mentorin für euch da sein; ich bin nur ein FaceTime entfernt. Ich liebe euch alle so sehr und respektiere euch für immer. Oh mein Gott, das ist die Hölle! Ich liebe euch so, so, so, so sehr ...“

Ariana Grande bricht wegen schwerer Entscheidung bei erster Liveshow von „The Voice USA“ in Tränen aus
Ariana Grande quält sich durch ihren ersten schwierigen Moment in der ersten Live-Show von „The Voice“. (Fotos: NBC)

„...OK, atme mal durch“, riet der stoische Carson.

Schließlich traf Ariana die absolut richtige – wenn auch qualvolle – Entscheidung und rettete meine Lieblingskandidatin der gesamten Staffel, Ryleigh (von der ich nach ihrer dynamischen Montags-Performance von Whitney Houstons „I'm Your Baby Tonight“ vorausgesagt hatte, dass sie es über die öffentliche Abstimmung in die Top 13 schaffen würde). Bella sang dann für den Instant Save, was bedeutete, dass Ariana sich schnell und tränenreich von Raquel verabschieden musste, einem Mädchen mit echtem Starpotenzial, das ihre Chancen in dieser Woche leider mit einer peinlichen Coverversion von Norah Jones' „Don't Know Why“ zunichte gemacht hatte.

Was die anderen Ergebnisse des Abends angeht, so stimmten die Amerikaner beim Team Kelly für das Familien-Folk-Trio Girl Named Tom (eine weitere Überraschung, denn ich fand ihren „Creep“-Auftritt am Montag emotionslos und wenig überzeugend) und den gefühlvollen Balladensänger Jeremy Rosado ab. Kelly rettete dann klugerweise die Soul-Diva Gymani, während das 14-jährige Pop-Wunderkind Hailey Mia in die „Instant Save“-Runde einzog und die über dreißigjährige Mutter Katie Rae damit aus dem Wettbewerb ausschied.

Beim Team Legend wählten die Zuschauer zu Hause die R&B-Dynamikerin Jershika Maple und Theater-Kind Joshua Vacanti (letzteres Ergebnis war eine weitere Überraschung). John rettete eine weitere seiner mächtigen Diven, Shadale, während der düstere Singer-Songwriter Samuel Harness für den Save weitersang und David Vogel nach Hause gehen musste. Ich war davon ausgegangen, dass Davids dunkles Aussehen und sein flauschiges Chris-Cornell-Haar ihn zum Favoriten der weiblichen Wähler machen würden, aber ich lag mit dieser Vorhersage völlig falsch.

Und für das Team Blake ist hat es schließlich die offensichtliche Spitzenkandidatin Wendy Moten, für die Blake am Ende der Montagsshow ernsthaft eintrat, zusammen mit der Kirchen-Sängerin Paris Winningham weiter geschafft. Es war ein Schock, dass Lana Scott, buchstäblich die einzige Country-Sängerin in den Top 20, es nicht geschafft hat, aber natürlich hat Blake sie unterstützt. Damit war Teenie-Elvis-Möchtegern-Peedy die nächste in der Reihe, um für den Save zu singen, während eine der interessantesten Sängerinnen der Staffel, Libianca, leider rausflog. (Wie ich schon am Montag sagte, war Libianca wahrscheinlich schon immer zu cool für The Voice).

Ariana erholte sich anscheinend immer noch von dem Trauma, sich zwischen ihren bisherigen Kandidatinnen entscheiden zu müssen, als sie eine gute Nachricht erhielt. Für den 13. Wildcard-Platz dieser Staffel hatte ein zuvor ausgeschiedener Kandidat der 21.Staffel durch ein öffentliches Twitter-Voting eine weitere Chance erhalten, in den Playoffs dieser Woche anzutreten – und das war Arianas singende Krankenpfleger Vaughn Mugol, der eigentlich schon während der Battle Rounds ausgeschieden war. Am Ende der Entscheidungsrunde am Dienstag bekam Vaughn also eine zweite Chance, indem er gegen Samuel, Bella, Peedy und Hailey um den Instant Save sang.

Von diesen fünf beeindruckte mich Samuel, einer der fesselndsten Geschichtenerzähler dieser Staffel, am meisten mit seiner schmerzhaften und präsenten Darbietung von Lewis Capaldis „Before You Go“, seiner bisher besten Leistung. 

Haileys Cover von Christina Perris „Jar of Hearts“ war auch nett, aber so süß und unaufdringlich, dass ich befürchtete, sie würde in der Masse untergehen. 

Bella hatte mit „Ain't No Other Man“ von Christina Aguilera wieder einmal eine schlechte Songauswahl getroffen. Wie schon bei „The Sweet Escape“ am Montag war der Song zu schnell und wortreich, so dass sie außer Atem war, bevor sie überhaupt zum Refrain kam. 

Was Peedy anbelangt, so hat er bei „Stranger in My House“ den Kitsch ein wenig zurückgeschraubt, aber ironischerweise hat sein Fehlen von Branson-Possen nur dazu geführt, dass man leichter bemerken konnte, wie sehr er im Vergleich zu seinen Konkurrenten stimmlich unterlegen war.

Blieb noch Vaughn, der sich mit dem dramatischen „Lay Me Down“ von Sam Smith richtig ins Zeug legte. Aber leider hat er (und Ariana) den Save nicht gewonnen – diese Ehre wurde Hailey zuteil, sodass meine Befürchtungen für Haileys Chancen offensichtlich unbegründet waren. Ariana schien diesen besonderen Rückschlag jedoch gelassen zu nehmen, vielleicht getröstet durch die Tatsache, dass Vaughn endlich seinen großen Moment hatte. Er hatte es zumindest verdient, in die Knockout-Runde zu kommen.

Und so haben wir jetzt unsere Top 13. Es wird in den nächsten Shows nicht wirklich einfacher werden, aber hoffentlich gewöhnt sich Ariana in den kommenden Wochen an ihre Aufgaben als Coach, an ihren großen roten Stuhl und an einige bittersüße Abschiede.

Lyndsey Parker

Seht die tränenreiche Entscheidung von Ariana Grande im VIDEO:

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