Aus Björn wird Bernd: Höcke und sein “neuer” Vorname

 

Björn Höcke: Umbenennung wider Willen. (Bild: dap)

Wie man ohne bürokratisches Hickhack zu einem neuen Vornamen kommt, erfährt gerade der AfD-Politiker Björn Höcke. Und das ungewollt.

Journalismus-Grundkurs, erster Tag, erste Lektion. Fehler dürfen nicht passieren (theoretisch), vor allem aber nicht bei Namen. Natürlich schleichen sich dann doch immer irgendwie und irgendwo welche ein. Zudem lautet eine bekannte These: Wiederhole etwas nur oft genug, und die Leute werden es irgendwann glauben.

Diese Kombination macht Bernd, pardon, Björn Höcke gerade zu schaffen. Denn der Thüringer AfD-Chef wird immer öfter in Medienberichten mit dem Vornamen Bernd eingeführt.

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Doch warum? Schuld hat die “heute show”. Denn die griff einen Faux-pas der Zeitung Thüringer Allgemeine auf. Diese hatte im Jahr 2015 in einem Artikel aus Versehen aus Björn ein Bernd gemacht. Was keine großen Wellen schlug – bis sich Björn Höcke selbst darüber mokierte. Das wiederrum griff die “heute show” auf und nannte den rechten Rechtsausleger der AfD ab sofort konsequent Bernd Höcke.

Seitdem wird Höcke auch in anderen Medien mit dem “neuen” Vornamen verbunden. Egal, ob Rheinischer Merkur, SWR, Huffington Post, DWDL und viele weitere: Björn Höcke scheint jetzt offiziell Bernd Höcke zu heißen. Aus der Verwechslung ist ein Running Gag geworden. Und: Eigentlich müsste sich der rechtspopulistische Politiker ja über seinen neuen, jetzt so typisch deutschen Vornamen freuen.

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