Australierin hält Tasmanischen Teufel für Plüschtier

Ein Tasmanischer Teufel hat einer Australierin einen gehörigen Schrecken eingejagt. Sie hatte das Wildtier für ein Plüschspielzeug gehalten.

Tasmanische Teufel
Sie sehen süß aus, können aber ganz schön gefährlich werden: Tasmanische Teufel. (Symbolbild: gettyimages)

Hobart ist die Hauptstadt im australischen Tasmanien. Dort sind die sogenannten Beutelteufel beheimatet – die größten fleischfressenden Beuteltiere der Welt.

Sie werden aber auch anders genannt: Tasmanische Teufel. Ein solcher hat kürzlich einer Australierin einen gehörigen Schrecken eingejagt.

Spielzeug rennt plötzlich los

Wie "ABCNews" berichtet, hörte die Frau gegen 22 Uhr am vergangenen Mittwochabend ein "seltsames Bellen" ihres Hundewelpens im Erdgeschoss. Sie lief die Treppen ihres Hauses hinab, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist.

Sie suchte nach ihrem jungen Golden Retriever, fand aber zuerst nur eines seiner Kuscheltiere. Sie wollte – was sie für einen schwarzen Tasmanischen Plüschteufel hielt – gerade aufheben, als dieser quicklebendig unter das Sofa schoss. Die Frau bekam "den Schreck ihres Lebens und weckte sofort die ganze Familie".

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Die Tür stand offen

Es dauert nicht lange, da hatten sich alle – mit Ausnahme des Mannes – auf dem Küchentisch versammelt. In sicherer Höhe schauten die Mutter und ihre Kinder dabei zu, wie der Vater mit einem Besen hinter dem Wildtier herjagte und versuchte, "das arme Geschöpf aus dem Haus zu vertreiben".

Seinen Weg hinein hatte das Tier laut der Mutter wohl durch die offene Hintertür gefunden. Die sei derzeit nur angelehnt, damit der Welpe auch nachts selbstständig nach draußen gelangen und sein Geschäft verrichten kann.

Unerfahrene Jungtiere irren umher

Nach einigen Minuten Versteckspiel war es geschafft: Der Tasmanische Teufel fegte durch die Tür und war sofort im Busch verschwunden.

Das Tier war wohl auch nicht verletzt, sondern nur verschreckt – weshalb die Familie davon absah, den Wildtier-Rettungsdienst zu rufen. Der eilt ansonsten Tag und Nacht zu Hilfe, wenn beispielsweise ein Tasmanischer Teufel verletzt wird oder gar Menschen bedroht.

Im Gespräch mit "ABCNews" erklärt der Leiter des Dienstes, Greg Irons: "Zur Zeit gibt es viele Jungtiere, die ihre Mütter verlassen und ihren eigenen Weg suchen. Das ist für viele eine ziemliche Herausforderung." Denn häufig wüssten die Tiere noch nicht, wo sie zuverlässig Wasser und Nahrung finden würden. Sie würden deshalb von Futter- und Wassernäpfen für Hunde und Katzen angelockt.

Kein Jagderfolg

Allein am vergangenen Donnerstag rückte der Rettungsdienst zweimal aus. Einmal, weil sich ein junger Teufel in einem Hundezwinger versteckt hatte. Das andere Mal, weil ein Jungtier von einem Auto angefahren worden war.

Doch nicht immer befinden sich die Tiere auf Erkundungstour oder streifen durch ihr Revier. Ein drittes Jungtier, vermutlich noch nicht so erfahren, musste eingefangen werden, weil es "völlig ausgehungert nach etwas Essbarem gesucht hatte", erklärt Irons. "In der Regel ist es ein untrügliches Zeichen, dass etwas nicht stimmt, wenn sie tagsüber unterwegs sind."

Im Video: Süßes Video - Tasmanischer Teufel im Schnee