Baby durch Mamas Umarmung aus Koma erwacht – und kerngesund

Kaum einen Tag auf der Welt, musste der kleine Adam schon so einiges durchmachen: Aufgrund einer Streptokokkeninfektion seiner Mutter erkrankte er an Meningitis und fiel ins Koma. Ärzte rieten den Eltern, sich von ihrem Neugeboren zu verabschieden. Die Britin Charlotte Cheshire gab ihren Sohn jedoch nicht auf und hielt ihn den ganzen Tag in ihren Armen. Wie durch ein Wunder erholte sich der Kleine dadurch von der schweren Krankheit – und erlitt zur Verblüffung der Ärzte keine Folgeschäden. Mit etwas über einem Jahr macht Baby Adam jetzt seine ersten Schritte.

Charlotte Cheshire und ihr Mann Chris aus dem englischen Telford erlebten den Alptraum aller Eltern. Ihr Sohn Adam kam vor etwas mehr als einem Jahr zwar gesund zur Welt. Doch einen Tag nach seiner Geburt hatte er plötzlich heftige gesundheitliche Beschwerden. „Sein ganzer Körper fuhr sich herunter. Er war blau und wurde von Krämpfen geschüttelt“, berichtet Charlotte Cheshire der britischen Zeitung „Telegraph“. Dann fiel der kleine Junge ins Koma. In einem Inkubator wurde er künstlich beatmet. „Ich werde nie vergessen, wie ich ihn das erste Mal so sah. Er hatte mehr Kabel an seinem winzigen Körper, als ich jemals gesehen habe“, erinnert sich seine Mutter.

Grund für die Krämpfe und das anschließende Koma war eine durch Streptokokken ausgelöste Meningitis, also eine Hirnhautentzündung. Der Erreger kann sich während der Geburt unbemerkt von der Mutter auf das Kind übertragen und bei ihm ein Gehirnhautentzündung, Sepsis oder auch Lungenentzündung hervorrufen. Wenn das Neugeborene die Krankheit überlebt, bleiben oft schwere Schäden zurück.

Die Situation des kleinen Adam war so ernst, dass die britischen Ärzte Charlotte Cheshire und ihrem Mann empfohlen, sich von ihm zu verabschieden. Die Hebamme gab ihnen den Rat, letzte Fotos zur Erinnerung zu machen. Doch eine Woche nach der Geburt geschah, womit niemand gerechnet hatte: Adam öffnete die Augen. „Das war ein unglaublicher Moment“, sagt seine Mutter. „Ich wusste, wenn er aufwacht, wird er überleben.“ Ihr Mann fügt hinzu: „Adam ist unser Wunder. Er hat einfach nicht aufgegeben.“

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Charlotte Cheshire hatte ihren neugeborenen Sohn, während er im Koma lag, zwölf Stunden täglich in ihren Armen gehalten. Dabei litt sie selbst nach der Geburt unter starken Schmerzen, denn sie hatte einen Beckenriss erlitten. Mittels des von ihr praktizierten „Kangaroo Mother Care“ erwachte der Kleine aus dem Koma. Diese Technik, bei der Kinder Haut an Haut mit ihren Eltern liegen, kann dazu beitragen, dass sich die Atmung und Temperatur der Babys reguliert. In mehreren Fällen konnten scheinbar leblose Säuglinge auf diese Weise wieder zum Leben erweckt werden.

Auch bei dem winzigen Adam schlug diese Methode an und so konnten ihn seine Eltern nach nur drei Wochen mit nach Hause nehmen. Im MRT wurde nachgewiesen, dass seine Gehirnverletzungen vollständig geheilt sind. Adam ist heute ein vollkommen gesunder kleiner Kerl und lernt gerade, mit etwas mehr als einem Jahr, das Laufen.

Mir ihrer Geschichte will Charlotte Cheshire auf die Gefahr unbemerkter Streptokokkeninfektionen in der Schwangerschaft hinweisen. Man vermutet, dass ein Viertel aller Frauen die Bakterien in sich tragen. Zwischen der 35. und 37. Schwangerschaftswoche sollte deshalb ein Test gemacht werden. In Deutschland müssen Schwangere in der Regel selbst die Kosten dafür tragen. Sie variieren je nach Krankenkasse.


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