Benefiz-Lauf für Ali Kurt: Sportler laufen in Gedenken an den „Helden vom Rhein“

300 Sportler und Spaziergänger rennen und gehen für Ali Kurt.

Ein Teil des Stammheimer Ufers könnte bald nach Ali Kurt benannt werden. Der Familienvater bezahlte hier vor drei Jahren seinen Versuch mit dem Leben, zwei Mädchen aus den kalten Fluten des Rheins zu retten. Die Organisatoren des dritten Ali-Kurt-Benefizlaufs streben an, dies mittels einer Petition zu erreichen.

300 Teilnehmer – je zur Hälfte Läufer und Spaziergänger – trafen sich am vergangenen Sonntag am Mülheimer Rheinufer, um des „Helden vom Rhein“ zu gedenken. Sie folgten der Einladung der Sportveranstalter Paul Hammel, Engin Olguner und David Valerius sowie der CDU-Landtagsabgeordneten Serap Güler auch aus einem anderen Grund: Der Erlös aus den Startgebühren geht an einen guten Zweck.

Schweigeminute

„Mit unserem Lauf wollen wir nicht nur Kurts Zivilcourage ehren, sondern außerdem auf die Gefahren des Rheins hinweisen“, erklärte Engin Olguner. An der Unglücksstelle hielten die Läufer zu einer Schweigeminute an.

In jedem Jahr wählen die Veranstalter gemeinnützige Projekte aus, die mit dem Lauf unterstützt werden sollen. Olguner: „In diesem Jahr geht der Beitrag an zwei Organisationen, die sich in der Kinderkrebshilfe engagieren.“ Zum einen bekommt der Förderverein für krebskranke Kinder Köln die Hilfe. Der andere Teil des Geldes geht an den Verein Gänseblümchen-NRW, der sich ebenfalls für krebskranke Kinder engagiert.

Die Veranstalter hatten NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Oberbürgermeisterin Henriette Reker, CDU-Landesvorsitzenden Armin Laschet, den Landesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Sven Lehmann, sowie den integrationspolitischen Sprecher der NRW-FDP, Joachim Stamp, für die Schirmherrschaft gewinnen können.

Hüseyin Öztürk war einer der teilnehmenden Läufer und nicht zum ersten Mal dabei. „Der Einsatz Ali Kurts war heldenhaft und das ist es wert, hier dabei zu sein“, begründete er sein Kommen. Er und sein Freund Hüseyin Ergün machen sich viele Gedanken, wie es um die Zivilcourage in der Gesellschaft bestellt ist. Öztürk: „Heutzutage achten die Leute immer weniger darauf, was um sie herum passiert. Kaum jemand nimmt mehr Anteil.“

Auch eine Gruppe von Polizeibeamten war unter den Läufern. „Ich nehme teil, weil ich an jenem Tag Dienst hatte und an der Unfallstelle in Stammheim eingesetzt war“, erzählte ein Beamter der Polizeiinspektion Köln-Nordost....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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