Werbung

Better Life: Betrug bei Wohnungssuche – darauf sollte man achten

Wohnungen sind knapp und gute Angebote erst recht. Das versuchen Kriminelle für sich auszunutzen. Was Sicherheitsexperten raten, um bei der Wohnungssuche nicht auf Betrug reinzufallen.

Beste Lage, frisch renoviert und supergünstig - bei solchen Mietwohnungsangeboten sollten die Alarmglocken klingeln. (Symbolbild: Getty Images)
Beste Lage, frisch renoviert und supergünstig - bei solchen Mietwohnungsangeboten sollten die Alarmglocken klingeln. (Symbolbild: Getty Images)

Bezahlbaren Wohnraum zu finden, ist für viele Menschen schwer. Vor allem in Ballungszentren wie Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Stuttgart sind die Preise für Mietwohnungen schwindelerregend hoch. Aber auch an anderen Orten ist es schwierig, eine passende Wohnung zu finden, vor allem dann, wenn das Budget relativ begrenzt ist, wie etwa bei vielen Studierenden oder Berufsanfängern.

undefined

Infografik: Wo zahlen Studierende am meisten Miete? | Statista
Infografik: Wo zahlen Studierende am meisten Miete? | Statista

Studierende aktuell im Fokus der Betrüger

Da hilft es eigentlich nur, immer wieder die Wohnungsangebote zu durchkämmen und die Hoffnung auf ein Schnäppchen nicht aufzugeben. Wer dann auf Plattformen wie Immowelt, Immoscout, Facebook-Marketplace oder Wohnungsbörsen der Uni ein supergünstiges, wunderschönes Zimmer oder eine Traumwohnung entdeckt – womöglich auch noch in bester Lage, kann sein Glück kaum glauben. Das sollte man auch nicht. "Wer auf Wohnungssuche ist, stößt früher oder später auf ein solches Angebot und ist überwältigt. Leider handelt es sich hierbei sehr wahrscheinlich um ein betrügerisches Inserat. Kriminelle versuchen Ihnen mit einmaligen Angeboten, Vorauszahlungen zu entlocken", warnt Watchlist Internet.

Laut dem Portal sind Fake-Angebote auf allen gängigen Plattformen zu finden, aktuell allerdings vermehrt Inserate, die sich an Studierende richten – sowohl online, als auch am Schwarzen Brett von Unis.

Das haben Fake-Angebote gemeinsam

Grundsätzlich gilt: Klingt das Angebot zu schön, um wahr zu sein, handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um Betrug. Aber die Wohnungsinserate der Kriminellen lassen sich auch an anderen Merkmalen erkennen. "Eines haben alle betrügerischen Wohnungsinserate gemein: Die Vermieter:innen befinden sich im Ausland, sind beruflich sehr eingespannt und können die Besichtigung bzw. Abwicklung der Vermietung nicht selbst vornehmen", so die Sicherheitsexperten.

Wer diese Anbieter anschreibe, erhalte eine freundliche E-Mail-Antwort mit weiteren Details zum Mietobjekt inklusive der genauen Adresse und auch die Begründung, warum der Mietpreis so günstig ist. Angeblich wolle der Eigentümer keine Gewinne erzielen und sei nur daran interessiert nette Mieter zu finden, die sich gut um die Wohnung kümmern.

Für die Abwicklung wurden angeblich Profi-Portale beauftragt

Der Haken kommt, nachdem die Kriminellen durch offene und freundliche Kommunikation Vertrauen aufgebaut haben. "Sie sollen bereits vor der Besichtigung einen Betrag überweisen. Meist ein bis drei Monatsmieten. Ihnen wird versichert, dass Sie das Geld zurückbekommen, sollten Sie die Wohnung nicht mieten", so Watchlist Internet.

Um glaubhaft zu versichern, dass es mit rechten Dingen zugeht, werde behauptet, dass für die Abwicklung bekannte Wohnungsportale wie Booking.com, Airbnb oder vrbo beauftragt wurden. Die sollen vermeintlich als Treuhänder fungieren und weiter wird erklärt, deren Mitarbeiter würden sich um Besichtigung und Verwaltung der Vorab-Zahlung kümmern.

Auch würden Interessenten aufgefordert, persönliche Daten wie Adresse und Telefonnummer anzugeben sowie eine Ausweiskopie zu senden.

Im Anschluss daran erhalten potenzielle Opfer E-Mails, die von Airbnb, Booking.com oder vrbo zu stammen scheinen. Aber Vorsicht! "Die E-Mails wirken täuschend echt, da die Kriminellen das Design und Logos dieser Unternehmen missbrauchen. Hinter diesen E-Mails stecken aber Kriminelle, die Sie zu Überweisungen bringen wollen", warnt das auf Sicherheit spezialisierte Portal.

Bereits reingefallen? Das ist zu tun

Allen, die bereits auf die Masche reingefallen sind, raten die Experten, möglichst schnell Kontakt mit der Bank aufzunehmen, um zu klären, ob die Überweisung noch rückholbar ist. Außerdem sollten Betroffene Anzeige bei der Polizei erstatten, vor allem dann, wenn Ausweiskopien gesendet wurden. Denn die nutzen die Kriminellen für weitere Betrügereien im Namen ihrer Opfer.

Weitere Tipps um sich vor Betrug zu schützen, finden Sie hier: