Bezüge: 1220 Polizisten in Berlin verdienen sich Geld dazu

Der Fund wurde in einer Lagerhalle deponiert und war so umfangreich, dass die Polizei ihn mit mehreren Lkw abtransportieren musste.

Von den rund 16.400 Vollzugsbeamten in Berlin verdienen sich 1220 Beamte Geld dazu. Das geht aus einer kleinen Anfrage des Abgeordneten Peter Trapp (CDU) an die Senatsinnenverwaltung hervor. "Wenn Berlin bei der Besoldung seiner Polizisten im bundesweiten Vergleich an der letzten Stelle ist, braucht man sich nicht wundern, wenn die sich Geld dazuverdienen", sagte Trapp der Berliner Morgenpost.

Die Arten der genehmigungspflichtigen Nebentätigkeiten werden statistisch nicht erfasst. Hier wäre laut Innenverwaltung eine aufwendige Einzelfallauswertung erforderlich. Nach Informationen der Morgenpost sind diese Zuverdienste aber sehr vielfältig und reichen von Lehrtätigkeiten bis zur Büroaushilfe. Dabei ist die Zahl der Beamten, die sich etwas dazuverdienen, seit Jahren ungefähr konstant. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 waren es 1284 Polizisten, die sich etwas dazuverdienen.

Die Zulässigkeit von Nebentätigkeiten wird im Landesbeamtengesetz geregelt. Versagungsgründe können eine übermäßige Beanspruchung oder Interessenkonflikte sein. Heißt: Ein Polizist könnte beispielsweise nicht ohne Weiteres gleichzeitig in einem Sicherheitsunternehmen arbeiten. Es gibt aber auch Polizisten, die sich beispielsweise am Supermarkt an der Kasse Geld dazuverdienen.

Berlin will Besoldung schrittweise anheben

Besonders betroffen ist die Besoldungsgruppe A9, die viele Berliner Polizisten beziehen. Laut DGB-Besoldungsreport für 2017 verdienen Polizisten dieser Gruppe ein Jahresbrutto von 37.494 Euro. In Bayern k...

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