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Black Friday: 10 Fakten zur globalen Schnäppchenjagd

Alle Jahre wieder locken vermeintlich tolle Angebote: Der Black Friday hat sich in den letzten Jahren zu einem globalen Phänomen entwickelt und markiert den Auftakt zur Weihnachtseinkaufssaison. Was als traditioneller Einzelhandelsverkaufstag begann, hat sich zu einem regelrechten Shopping-Event ausgeweitet, das nicht nur in den USA, sondern auch weltweit Aufmerksamkeit erregt. 10 Fakten zur großen Schnäppchenjagd.

Die Welt im Kaufrausch: Der Black Friday in Caracas, Venezuela, im letzten Jahr (Foto: REUTERS/Leonardo Fernandez Viloria)
Die Welt im Kaufrausch: Der Black Friday in Caracas, Venezuela, im letzten Jahr.

In der Welt des Einzelhandels gibt es kaum ein Ereignis, das mit der Bedeutung und dem Einfluss des Black Friday konkurrieren kann. Jedes Jahr, am Freitag nach dem amerikanischen Thanksgiving, öffnen sich die Tore für eine der größten Einkaufsveranstaltungen weltweit. Dieser Tag, der einst als bescheidene Markierung des Auftakts der Weihnachtseinkaufssaison begann, hat sich zu einem globalen Phänomen entwickelt, das sowohl Verbraucher als auch Händler in seinen Bann zieht. Zehn Fakten über den Black Friday, die seine Komplexität und Tragweite verdeutlichen.

Der Ursprung des Black Friday

Der Black Friday hat seine Wurzeln in den Vereinigten Staaten und findet traditionell am Freitag nach dem Feiertag Thanksgiving statt. Er markiert den inoffiziellen Beginn der Weihnachtseinkaufssaison. Der Begriff "Black Friday" stammt aus den 1960er-Jahren und wurde ursprünglich verwendet, um den Verkehr und das Chaos zu beschreiben, das in Philadelphia herrschte, als sich am Tag nach dem Erntedankfest die Tore der großen Kaufhäuser und Shopping Malls öffneten.

Umsatzrekorde und wirtschaftliche Bedeutung

Eine andere, positive Konnotation erlangte der Black Friday erst später, als Einzelhändler begannen, ihre Finanzen in die schwarzen Zahlen zu bringen – daher der Name. Der Black Friday ist entsprechend nicht nur für die Verbraucher, sondern auch für die Einzelhändler von großer Bedeutung. Viele Unternehmen erzielen an diesem Tag einen beträchtlichen Teil ihres Jahresumsatzes – das Weihnachtsgeschäft kann am Black Friday gewonnen oder verloren werden. In den USA wurden etwa am Black Friday 2022 Verkäufe in Höhe von 9,12 Milliarden US-Dollar getätigt, ein Plus von 2,3 P​roten gegenüber dem Vorjahr.

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Infografik: Cyber Week immer wichtiger fürs Weihnachtsgeschäft | Statista
Infografik: Cyber Week immer wichtiger fürs Weihnachtsgeschäft | Statista

Globales Phänomen

Was einst in den USA begann, hat sich zu einem weltweiten Phänomen entwickelt. Länder auf der ganzen Welt, von Kanada bis Australien, haben den Black Friday in ihre Einkaufstraditionen integriert. Dabei bieten nicht nur Einzelhändler vor Ort, sondern auch zahlreiche Online-Shops attraktive Rabatte an. Weltweit stiegen die Black Friday-Umsätze im vergangenen Jahr um 3,5 Prozent auf 65,3 Milliarden Dollar, wie Salesforce ermittelte.

Online Shopping und der Black Friday

Mit dem Aufkommen des Internets hat sich das Einkaufsverhalten der Verbraucher stark verändert. Der Black Friday ist längst nicht mehr nur auf physische Geschäfte beschränkt. Immer mehr Menschen nutzen die Gelegenheit, online nach Schnäppchen zu suchen. Dies hat in den letzten Jahren zu einem massiven Anstieg des Online-Shoppings während des Black Friday geführt – und inzwischen sogar zu einem höheren E-Commerce-Anteil an den Gesamtumsätzen. In den USA wollen morgen 68 Prozent der potenziellen Käufer online shoppen gehen.

Lange Schlangen und Menschenmassen

Ein charakteristisches Merkmal des Black Friday sind seit jeher die langen Schlangen vor den Geschäften und das Gedränge in den Einkaufszentren. Manche Menschen campen sogar vor den Türen, um die besten Angebote zu ergattern. Diese Bilder von Menschenmassen auf der Jagd nach Schnäppchen – ähnlich denen in früheren Jahren bei Sommer- oder Winterschlussverkäufen in Deutschland – sind mittlerweile zu einem Symbol für den Black Friday geworden.

Black Friday: Menschenansammlungen wie bei einem Popkonzert (Foto: REUTERS/Leonardo Fernandez Viloria)
Black Friday: Menschenansammlungen wie bei einem Popkonzert.

Veränderung des Einkaufsverhaltens

Während der Black Friday früher vor allem für den Kauf von Weihnachtsgeschenken genutzt wurde, hat sich das Einkaufsverhalten der Verbraucher verändert. Viele nutzen die Rabatte, um sich selbst etwas Gutes zu tun oder größere Anschaffungen zu tätigen. Der Black Friday hat somit auch Einfluss auf die langfristige Verbraucherentscheidung. Nach Angaben des US-Meinungsforschungsinstituts Gallup planen in diesem Jahr 64 Prozent der Kunden für sich selbst oder den eigenen Haushalt einzukaufen.

Kritik an Konsumrausch

Trotz der Beliebtheit des Black Friday gibt es auch Kritik an dem Konsumrausch, der mit diesem Tag verbunden ist. Nicht wenige Menschen sehen darin eine Überbetonung des materiellen Konsums und kritisieren den psychologischen Druck – die sogenannte "FOMO" ("Fear of Missing out", zu deutsch: Die Angst, etwas zu verpassen), der auf Verbraucher ausgeübt wird, an diesem Tag einzukaufen.

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Infografik: Black Friday? Ich brauche nichts! | Statista
Infografik: Black Friday? Ich brauche nichts! | Statista

Cyber Monday

Doch mit Black Friday ist noch nicht Schluss mit den potenziell großen Schnäppchenjagd. In den vergangenen Jahren wurde das große Shopping-Event nach dem Wochenende nämlich immer öfter durch den Cyber Monday verlängert, einen weiteren Tag mit zahlreichen Online-Angeboten. Der Begriff wurde erstmals 2005 geprägt und hat sich seitdem fest etabliert. Der Cyber Monday ist besonders für diejenigen Käufer attraktiv, die lieber bequem von zu Hause aus shoppen. 2022 wurden weltweit 46,2 Milliarden Dollar umgesetzt.

Beliebte Tech-Artikel

Technikprodukte sind während des Black Friday besonders gefragt. Viele Verbraucher nutzen die Gelegenheit, um Smartphones, Laptops, Fernseher und andere Elektronikartikel zu deutlich reduzierten Preisen zu erwerben. Dies führt zu einem regelrechten Ansturm auf Elektronikgeschäfte und Online-Plattformen. So befanden sich am Black Friday 2021 unter den zehn am häufigsten gesuchten Produkten neun Tech-Gadgets und -Geräte. Einzige Ausnahme: Dyson-Staubsauger.

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Statistic: Most searched products for Black Friday worldwide in November 2021, by number of searches (in 1,000s) | Statista
Statistic: Most searched products for Black Friday worldwide in November 2021, by number of searches (in 1,000s) | Statista

Shoppen über das Smartphone

Die Art des Einkaufs hat sich unterdessen auch digital weiterentwickelt. Während für knapp zwanzig Jahren der Computer bzw. das Laptop erste Anlaufstelle für das Einkaufsvergnügen war, setzen Kunden inzwischen bevorzugt auf das Smartphone. Fast die Hälfte aller digitalen Einkäufe in den USA (48 Prozent) wurden im vergangenen Jahr über iPhone & Co. getätigt, was die zunehmende Bedeutung mobiler Geräte im Online-Shopping unterstreicht​​.

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