"Black Lives Matter"-Aktivistin Cori Bush zieht ins Repräsentantenhaus ein

Konstantin Delles
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Cori Bush bei einem Wahlkampf-Auftritt (Bild: Michael B. Thomas/Getty Images)
Cori Bush bei einem Wahlkampf-Auftritt (Bild: Michael B. Thomas/Getty Images)

Die bekannte “Black Lives Matter”-Aktivistin Cori Bush wurde in Missouri für die Demokraten ins US-Repräsentantenhaus gewählt. Sie ist damit die erste Schwarze Frau, die den Bundesstaat in der Parlamentskammer vertritt.

“Es ist unglaublich”, sagte sie St. Louis Public Radio. “Es ist toll. Aber es ist auch traurig, weil wir 2020 haben und ich die erste Frau in diesem Distrikt und die erste Schwarze Abgeordnete überhaupt für diesen Staat sein werde.”

Nach ihrem überraschenden Sieg gegen den langjährigen Amtsinhaber Lacy Clay in den Vorwahlen galt die Wahl in den Kongress im zutiefst demokratischen St. Louis als sicher. Die Wahl 2020 war ihr dritter Anlauf für einen Sitz im Kongress.

Die Krankenschwester und Predigerin gehörte 2014 zu den Anführerinnen der Proteste in Ferguson, die durch den Tod Michael Browns durch Polizeigewalt ausgelöst wurden. “Wo sind denn die Volksvertreter, die uns hier unterstützen?”, fragte sie sich damals, wie sie dem “Rolling Stone” erzählte - und entschied daraufhin, selbst in die Politik zu gehen.

Auf Twitter gedachte sie Mike Browns und kündigte an, den Kampf für Schwarze Leben von den Straßen Fergusons in den Kongress zu tragen.

Zudem versprach sie, sich in der Pandemie in besonderem Maße für ihre Kolleg*innen aus der Krankenpflege einzusetzen.

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