Blake & Mortimer werden 75 - Mythen der Comic-Welt

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Sie sind Mythen der Comic-Welt: Blake & Mortimer haben vor genau 75 Jahren das Licht der Welt erblickt - durch den Zeichenstift des Belgiers Edgar Pierre Jacobs. Um diesen Geburtstag angemessen zu feiern, will die Stadt Brüssel nicht kleckern, sondern klotzen.

An die beiden britischen Helden erinnert künftig eine Freske im Stadtzentrum; und das belgische Comic-Zentrum widmet Blake & Mortimer ab dem 30. September eine Ausstellung. Bei dieser Retrospektive geht es um das erste Comic-Abenteuer von Blake & Mortimer Le secret de l'espadon, Titel der deutschen Ausgabe: Der Kampf um die Welt.

Jacobs beeinflusste mit seiner Serie eine ganze Generation von Comic-Zeichnern.

Es sei das erste Mal gewesen, dass es jemand gewagt habe, mit Kindern wie mit Erwachsenen zu reden, sagt der Ausstellungsleiter Daniel Couvreur. Für einen jungen Leser waren die Abenteuer von Blake & Mortimer extrem realistisch. Und dieser Jugendliche sei vom Künstler nicht wie ein Kind behandelt worden, anders als es die damalige Jugendpresse getan habe. Zudem sei der Comic mit seinen mehr als 140 Seiten ein Vorläufer des grafischen Romans gewesen.

Das Werk von Edgar Pierre Jacobs ging nach dessen Tod 1987 nicht zu Ende. Blake & Mortimer lebten unter den Federn anderer Autoren und Zeichner weiter. Und für diese Nachfolger ruft die Ausstellung auch Erinnerungen wach.

Einerseits gehe es zurück in die Kindheit, meint der Autor Étienne Schréder. Andererseits gebe es eine sehr viel ernstere Seite, nämlich das Gefühl, Teil einer gewaltigen publizistischen Maschine gewesen zu sein. Das Wiedersehen mit Blake & Mortimer lasse einen da nicht kalt.

Für Edgar Pierre Jacobs ging es in seinen Zecihnungen stets um die Realität und damit um die Glaubwürdigkeit des Comics. Auch die Themen wurden von der Wirklichkeit abgeguckt - internationale Krisen und der Neuaufbau der Welt.

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