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Schilddrüsen-Probleme: Auf diese Symptome muss man achten

Die Schilddrüse ist ein Organ mit großem Einfluss auf unser Leben – Bildquelle: Fotoliaschließlich hat das kleine Organ am Hals als Hormonproduzent den Körper "unter Kontrolle". Entsprechend groß sind die Auswirkungen auf die Lebensqualität, wenn die Schilddrüse nicht so funktioniert, wie sie sollte. Egal ob Übergewicht, Untergewicht, Depressionen, Konzentrationsstörungen oder sogar Intelligenzminderung – die Folgen bei Schilddrüsenfunktionsstörungen sind tiefgreifend. Trotzdem ist es oft schwer zu erkennen, ob man an einer Fehlfunktion der Schilddrüse leidet, denn eine Störung verläuft schleichend.

Bei den Störungen der Schilddrüse unterscheidet man zwischen einer Über- und einer Unterfunktion. Bei der Überfunktion produziert die Schilddrüse zu viel, bei der Unterfunktion zu wenig von ihrem Hormon Thyroxin.

Schilddrüsen-Unterfunktion: Symptome oft unerkannt

Laut der Schilddrüsenliga Deutschland e.V. leiden 10 Prozent der Bevölkerung an einer Schilddrüsen-Unterfunktion - Frauen häufiger als Männer. Damit ist die Unterfunktion eine der häufigsten hormonellen Erkrankungen überhaupt!

Häufigste Ursache ist eine Entzündung des Organs. Was viele nicht wissen: Die Unterfunktion kann auch durch medizinische Eingriffe verursacht werden. Nach einer Operation und Entfernung der Schilddrüse – beispielsweise zur Therapie einer Schilddrüsenüberfunktion - oder auch durch Medikamenten kann eine Unterfunktion auftreten.

Mit anderen Worten: Als Patient kann man nach einer Therapie der Schilddrüsen-Überfunktion gegebenenfalls eine Unterfunktion entwickeln.

Diese Symptome deuten auf eine Unterfunktion hin:

Bei Erwachsenen wird eine Unterfunktion oft erst spät bemerkt. In den meisten Fällen verläuft eine Unterfunktion nämlich so schleichend, dass die Patienten nichts von ihrer Hormonstörung wissen.

Folgende Symptome – auch in schwacher Ausprägung – können auf eine Unterfunktion hindeuten: Unerklärliche Gewichtszunahme, Müdigkeit, Antriebsarmut, Schläfrigkeit, Gedächtnisstörungen, Kälteempfindlichkeit, Verstopfung und bei Frauen Menstruationsbeschwerden. In besonders schweren Fällen kann es sogar durch Wassereinlagerungen zu Herzproblemen kommen.

Besonders bei älteren Menschen wird die Schilddrüsen-Unterfunktion nicht selten als Depression fehlgedeutet. Bei psychischen Störungen ist des deswegen immer wichtig, die Schilddrüsenwerte zu kontrollieren.

Diagnostik und Therapie relativ einfach

Diagnose und Therapie der Schilddrüsen-Unterfunktion sind unkompliziert. Nach Messen der Hormonkonzentrationen im Blut kann die Diagnose Hypothyreose gestellt werden. Bei der Therapie wird das fehlende Hormon Thyroxin als Medikament eingenommen und beim Arzt regelmäßig die Schilddrüsen-Werte kontrolliert.

Schilddrüsen-Überfunktion: Der Körper läuft auf Hochtouren

Bei der Überfunktion produziert die Schilddrüse im Gegensatz zur Unterfunktion zuviel von seinem Hormon Thyroxin.

Die Symptome: Gewichtsabnahme trotz gesteigertem Appetit, Wärmeempfindlichkeit, Schwitzen, Schlafstörung, Herzrasen, Nervosität, Stimmungsschwankungen, Durchfall und Muskelschwäche sind typisch für eine Überfunktion des Organs. Auch Haarausfall kann in manchen Fällen auf eine Schilddrüsen-Überfunktion hindeuten.

Bei der Therapie setzen die Ärzte auf Medikamente, welche die Schilddrüsenfunktion unterdrücken und so einen normalen Hormonhaushalt herstellen sollen.

Abnehmen mit Schilddrüsenhormonen ist gefährlich!

Weil der Körper durch Schilddrüsenhormone die Fettverbrennung steigert, greifen junge Frauen nicht selten zu Schilddrüsen-Medikamenten, um abzunehmen. Das ist jedoch gefährlich, denn der Hormonhaushalt im Körper kann durch Missbrauch von L-Thyroxin gestört werden.

Außerdem kommt es bei falscher Dosierung der Medikamente zu Kreislaufproblemen und starker Nervosität. Deswegen: Thyroxin nur dann verwenden, wenn der Arzt zuvor eine Diagnose gestellt hat!

Vorbeugen ist bei Schilddrüsen-Hormonstörungen nicht möglich

Leider kann man einer Schilddrüsenstörung kaum vorbeugen und auch die Heilung ist in nicht möglich. Je nachdem, welche Ursache die Funktionsstörung hat, kann man die Symptome aber gut in den Griff zu bekommen. Medikamente sind sowohl bei Über- als auch Unterfunktion wirksam, eine Strahlentherapie oder Entfernung der Schilddrüse sind bei einer starken Überfunktion häufig das Mittel der Wahl.

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