Wassermangel im Körper: Was hilft wirklich beim Dehydrieren?

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Egal ob Jung oder Alt: Hohe Temperaturen sind für alle Menschen belastend. Unentwegt muss der Körper durch vermehrte Schweißproduktion die Haut kühlen und die Körpertemperatur senken. Doch das funktioniert nur bis zu einem bestimmten Maß. Bei zu langem Sonnenbaden, zu wenig Wasserzufuhr oder körperlicher Anstrengung ist der Körper massiv überlastet. Die mögliche Folge: Dehydratation.

Unser Körper besteht zu 70% Prozent aus Wasser. "Das ist genug, um auch mal eine längere Durststrecke im Sommer durchzustehen" - könnte man meinen. Doch das ist falsch und gefährlich!

Laut einer Emnid-Umfrage trinkt jeder zweite Deutsche zu wenig. Dabei sollte man doch gerade im Sommer genug trinken, denn zur heißen Jahreszeit erhöht sich der Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen enorm!

Wie viel soll man täglich trinken?

Damit der Körper nicht dehydriert kann man sich als Richtwert merken, dass man mindestens 30 bis 40 Milliliter Wasser pro kg Körpergewicht pro Tag trinken sollte. Das sind 2,5 Liter für einen 75 kg schweren Menschen. Wer an Nieren- oder Herzkrankheiten leidet braucht einen anderen Richtwert und die Trinkmenge kann eventuell niedriger ausfallen.

Dehydriert? Das sind die Symptome:

Wenn der Körper verdurstet verengen sich Blutgefäße und die Organe können nicht mehr richtig arbeiten. Die Folge: Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Herzrasen, Ohnmacht, ein allgemeines Schwächegefühl, Übelkeit und Herzrasen.

Einen guten Hinweis, ob man genug Wasser getrunken hat, liefert der Blick ins Klo: Ist der Urin dunkel ist und riecht kann das bedeuten, dass der Körper zu wenig Wasser zur Verfügung hat.

Eine schwere Dehydratation kann sogar lebensgefährlich werden: Weil die Nieren die Abfallprodukte nicht mehr abtransportieren können, vergiftet der Körper - das ist nichts anderes als Verdursten.

Erste Hilfe bei Dehydratation

Wer merkt "ich habe zu wenig getrunken" oder sogar die oben beschriebenen Symptome erlebt, kann einschreiten. Es bringt dabei aber wenig, den ganzen Flüssigkeitsbedarf auf einmal zu decken. Der Grund: Unser Körper ist mit viel Flüssigkeit auf einmal überfordert, weil er nicht alles auf einmal aufnehmen kann.

Besser: Schluckweise trinken. Idealerweise im Voraus ein Glas Wasser pro Stunde damit es erst gar nicht zur Dehydratation kommt.

Am besten geeignet sind dafür ungesüßte, mit Mineralwasser verdünnte Säfte. Die Kohlenhydrate aus dem Saft bringen den Blutzuckerspiegel in die Bahnen, das Mineralwasser liefert wichtige Stoffe wie Magnesium und Natrium.

Auch zu viel trinken ist schädlich

Auch zu viel Trinken kann dem Körper enorm schaden. Der Grund: Zu viel Wasser in kurzer Zeit kann den Körper überfluten. Besonders für das Gehirn ist eine Wasservergiftung besonders kritisch, weil der knöcherne Schädel keinen Platz zum Ausdehnen lässt. Betroffene Personen können dabei ins Koma fallen oder sogar sterben.