JAHRESRÜCKBLICK 2012

Die Momente des Jahres

Kältepeitsche und Rekordhitze: Das Wetterjahr 2012

Der Winter bleibt – frostiges Finale für ein Wetterjahr der Extreme? (Bild: dapd)Russische Kältepeitsche im Februar, ungewöhnlich viele Sommergewitter, Rekordhitze Ende Juli: Das Wetterjahr 2012 hielt wieder große Abwechslungen mit Temperaturen von minus 30 bis plus 40 Grad für uns bereit. Wo der trockenste, nasseste und sonnigste Ort war, erklärt Dominik Jung von wetter.net im Wetter-Jahresrückblick von Yahoo! Nachrichten.

Das Wetterjahr 2012 markieren zwei extreme Höhepunkte: zum einen den dramatischen Kälteeinbruch Ende Januar/Anfang Februar- es war übrigens die heftigste Kältewelle seit 25 Jahren - und als Pendant in die entgegen gesetzte Richtung die intensive Hitzewelle Ende Juli, die fast die Rekordwerte von 2003 geknackt hätte. Auf den Punkt gebracht war 2012 zu warm, zu trocken und zu sonnig: Verglichen mit den Durschnittstemperaturen der Jahre 1961 bis 1990 war 2012 rund 1 Grad wärmer als üblich, brachte bisher fast 20 Prozent weniger Niederschlag und 5 Prozent mehr Sonne als im Schnitt. Natürlich kann bis Jahresende noch einiges an Niederschlag auf uns zukommen - warten wir es ab.

Die größten Abweichungen bei den Temperaturen hatte dies Jahr die Region Stuttgart. Dort war das Jahr um 1,7 Grad wärmer als gewöhnlich. Am nassesten war es rund um den Bodensee. Dort wurde das Niederschlagssoll knapp zu 100 Prozent erfüllt. Sonst liegen wir überall meist unter der 100-Prozent-Marke. Am trockensten war das Jahr bisher in Franken und an der Ostsee: Hier fielen nur 70 Prozent der mittleren Regenmengen. Am sonnigsten war das Jahr 2012 bisher im Osten: Leipzig hat insgesamt 117 Prozent Sonnenscheindauer abbekommen. Das Nachsehen hat bis jetzt der Nordwesten. In Emden ist das Soll erst zu 90 Prozent erfüllt. Hier darf die Sonne also noch ein paar Stunden draufpacken. Von den Durchschnittstemperaturen waren 2011 und 2012 relativ ähnlich.

Das Frühjahr war sehr warm, sonnig und trocken: Für die Deutschen war es etwa der drittheißeste und dritttrockenste März. Der Sommer 2012 war bei Weitem nicht so verregnet war wie der Sommer 2011. Bezeichnend waren die häufigen Gewitterlagen, die zahlreiche Verletzte und leider auch Tote brachten. Ende Juli gab es zudem eine Rekordhitze, wie es sie seit 2003 nicht mehr gegeben hatte. Die Spitzenwerte erreichten 39,7 Grad in Dresden und damit nur 0,5 Grad weniger als der Allzeit- Rekord vom August 2003 (40,2 Grad wurden es damals in Karlsruhe und Freiburg). Dresden war damit die heißeste Stadt 2012.

Aber auch der Winter hat 2012 schon dicke Spuren hinterlassen. Ende Januar/Anfang Februar wurde Deutschland von der russischen Kältepeitsche voll getroffen. Mehr als zwei Wochen herrschte in Deutschland und Europa Tiefkühlwetter. Europaweit gab es über 600 Opfer durch die Kälte. In Deutschland wurden selbst am Tag meist nur zweistellige Minusgrade erreicht, nachts rutschten die Werte im Alpenvorland in die Nähe der minus 30-Grad-Marke. Spannend bleibt, was der letzte Monate des Jahres noch bringen wird. Nach den neusten Berechnungen wird der Dezember erstmal winterlich starten und es bestehen gute Aussichten, dass sich das winterliche Wetter über den 1. Advent fortsetzt….



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