Queefing oder Hilfe, meine Scheide pupst!

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Lifestyle - Sex

Ja, auch die Scheide kann pupsen und das macht sie vor allem in Situationen, in denen es uns besonders peinlich ist. Warum sie das tut – und was man dagegen tun kann…

Pupsgeräusche aus der Scheide werden auch „Queefs“ genannt (Bild: ddp images)

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Oh mein Gott! Da ist man gerade mitten drin im heißen Liebesspiel und dann das: „Pfffttt …“, ertönt ein fieses Pupsgeräusch. Ehrlich, es gibt wenige Momente, in denen wir uns weiter wegwünschen als in diesem. Peinlich berührt halten wir inne: Hat Er das etwa gehört? Vermutlich. War ja gar nicht zu überhören. Aber was mache ich denn jetzt? Einfach die Wahrheit sagen? „Schatz, das war ich nicht – das war meine Vagina!“ Oder doch lieber so tun als wäre nichts gewesen?

Zunächst einmal: ganz ruhig bleiben! Denn so peinlich es sein mag, dieses Pupsgeräusch ist etwas ganz normales. Es hat sogar einen Namen: „Queef“, „Scheiden-Furz“ oder wie Wissenschaftler es nennen: „Flatus vaginalis (lat. Flatur: Wind, Vagina: Scheide). Es entsteht immer dann, wenn Luft aus der Scheide entweicht. Nur, wie kommt die Luft überhaupt da rein?

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Das kann beim Sex passieren wenn durch das Rein- und Rausgleiten des Penis – ähnlich wie bei einer Luftpumpe fürs Fahrrad – Luft in die Scheide gepumpt wird. Bei schnellen Stößen übrigens mehr als bei langsamen. Wird der Penis dann herausgezogen, entweicht diese wieder.

Aber nicht nur im Bett auch im Fitness-Studio kann es zum Queefing kommen. Am häufigsten bei Yoga- oder Pilates-Übungen, in denen der Oberkörper tiefer als das Becken liegt. Machen wir beispielsweise den Schulterstand oder eine Kerze, zieht die Schwerkraft unsere Baucheingeweide in Richtung Kopf und es kann zu einem Unterdruck in der Scheide kommen. Die unangenehme Folge: Luft wird eingesogen und kommt spätestens mit der nächsten Übung und für alle hörbar wieder raus.

Doch gibt es überhaupt etwas, das man gegen Scheiden-Pupse tun kann?

Grundsätzlich ist Beckenbodentraining eine gute Idee. Das stärkt die gesamte Muskulatur und das Bindegewebe. Beim Sex kann man Gleitgel verwenden und das Liebesspiel generell etwas langsamer angehen lassen. Außerdem gibt es Stellungen wie Doggy-Style, die „Queefs“ noch begünstigen, die sollte man gegebenenfalls aus dem Repertoire streichen.

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Und ansonsten gilt: cool bleiben. Dass mal ein bisschen Luft aus der Scheide entweicht, ist noch lange kein Grund sich zu schämen. Es ist etwas ganz Natürliches, das jeden Tag tausendfach passiert. Am besten ist es gemeinsam darüber zu lachen. Immerhin – und das sagt Wikipedia sehr schön – ist das beim Flatus vaginalis entstehende Geräusch dem des Darmwindes sehr ähnlich, es ist allerdings … stets geruchlos.