Botschafter zur U-Boot-Deal-Absage: Eine "unaustralische" Situation

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Der abberufene französische Botschafter in Australien, Jean-Pierre Thebault, hat den geplatzten U-Boot-Deal zwischen Frankreich und Australien zugunsten der USA als einen "großen Fehler" bezeichnet.

Dies sei ein sehr bedauerlicher Umgang mit einer Partnerschaft, die auf Vertrauen beruhen sollte. Auch er habe wie seine Kollegen aus der Presse über die Stornierung des Vertrags erfahren, so der französischen Botschafter vor seiner Abreise.

Am liebsten die Zeit zurückstellen

Er würde, wenn er könnte, am liebsten die Zeit zurückstellen, um sich nicht in dieser unglaublichen, ungeschickten, unangemessenen und "unaustralischen" Situation wiederzufinden.

Australien hatte am Donnerstag bekanntgemacht, sich im Rahmen einer neuen Sicherheitsallianz mit den USA und Großbritannien U-Boote mit Atomantrieb beschaffen zu wollen - und damit eine 2016 mit Frankreich vereinbarte Bestellung im Wert von 56 Milliarden Euro hinfällig gemacht. Paris schäumte vor Wut und berief die Botschafter aus Australien und den USA ab.

Macron schon im Juni informiert?

Der US-Regierung zufolge hat Frankreich jedoch vorab von der Ankündigung zu der Allianz gewusst. Hochrangige Regierungsbeamte seien mit ihren französischen Kollegen in Kontakt gewesen, um diese Vereinbarung zu besprechen, auch vor der Ankündigung, so der Pentagon-Sprecher John Kirby.

Auch Australiens Regierungschef Scott Morrison behauptet, er habe Macron gegenüber schon im Juni bei einem Abendessen in Paris sehr deutlich gemacht, dass Australien seine Haltung geändert habe.

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