Boxen: Herthas Boxer kämpfen ohne viel Geld um den Titel

Nach Jahren der Zweitklassigkeit zählen Herthas Boxer wieder zu den besten des Landes. Dabei setzt der Klub vor allem auf Berliner.

Berlin.  Ulli Wegner war angetan. "Da sind wirklich ein paar starke Jungs dabei", meinte Deutschlands berühmtester Boxtrainer, als er vor einigen Wochen bei den Bundesliga-Boxern von Hertha BSC vorbeischaute. Vor allem Murat Yildirim gefiel ihm gut, der sechsfache deutsche Jugendmeister im Leichtgewicht. Und natürlich zeigte Wegner ein gutes Gespür: Erst kürzlich gewann Yildirim den Chemie-Pokal in Halle (Saale), eines der wichtigsten Boxturniere für Amateure weltweit. Im Finale besiegte er Delante Johnson (USA) einstimmig mit 5:0 und brachte ihm damit nach 130 Kämpfen die erste Niederlage bei.

Sonnabend kämpft Yildirim mit Hertha in der Bundesliga in Schwedt. Mit einem Erfolg stünden die Berliner als Erster der Nord-Staffel so gut wie sicher im Finale um die Deutsche Meisterschaft. "Es wäre blöd, wenn wir das noch vergeigen würden", sagt Peer Mock-Stürmer, der Vorsitzende der Boxabteilung.

Zu Heimkämpfen kommen knapp 700 Zuschauer

Der mögliche Gegner für das Finale, das Ende April ausgetragen wird, steht bereits fest: Der Nordhäuser SV hat den Sieg in der Süd-Staffel sicher. Der Klub aus dem Südharz hatte im Sommer als einziges deutsches Team für die Box-Bundesliga gemeldet. Hinzu kamen Interessenten aus dem Ausland – ein Szenario, das nicht im Sinne des Verbands lag. Also wurden zwei Staffeln eingeführt und einige Zweitligisten hochgezogen. So auch Hertha.

Inzwischen zählt der fünfmalige deutsche Meister zu den stärksten Teams der Liga. "Unser Ziel war von Anfang an das Finale", sagt Tr...

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