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Nach Brückeneinsturz in Baltimore: Vermisste vermutlich tot

Nach Brückeneinsturz in Baltimore: Vermisste vermutlich tot

Nach dem Einsturz einer mehr als zwei Kilometer langen Brücke in der US-Stadt Baltimore haben die Rettungskräfte die Suche nach sechs vermissten Menschen eingestellt. Zum Zeitpunkt des Einsturzes sollen sich acht Bauarbeiter auf der Brücke befunden haben, die Schlaglöcher reparierten. Zwei von ihnen wurden gerettet.

Shannon Gilreath von der US-Küstenwache erklärte: "Mit Blick auf die lange Dauer der Suche, die umfangreichen Anstrengungen und die Wassertemperatur glauben wir nicht, dass wir einen der Menschen noch lebend finden werden."

Kurz vor dem Einsturz hatten die Behörden als Reaktion auf einen Notruf den Verkehr auf der Brücke gestoppt. So gelangten keine weiteren Autos auf die Brücke.

Negative Auswirkungen auf Wirtschaft befürchtet

Einwohner des Bundesstaates Maryland machen sich Sorgen über die wirtschaftlichen Auswirkungen. "Die Umgehungsstraße wird vier Jahre gesperrt bleiben", meint Joe Diesel, der in Baltimore lebt. "Aber das Wichtigste, was sie jetzt tun müssen, ist, die Fahrrinne wieder zu öffnen, denn eine lange Sperrung wäre sehr hart für Baltimore, die Kreuzfahrtschiffe, die Hersteller von schwerem Gerät wie Raupenfahrzeugen, für Mercedes-Benz, für den Kohleexport. Das ist unser größter Geldbringer im ganzen Staat, der Hafen von Baltimore. Und jetzt steht dein Geldbringer still."

Zugang zu einem der größten US-Häfen versperrt

Ein Containerschiff hatte die im Jahr 1977 erbaute Autobrücke in der Nacht zu Dienstag gerammt und so zum Einsturz gebracht. Die Brücke überspannte den Patapsco River, eine wichtige Wasserstraße zu einem der größten Frachthäfen der USA