Brandenburg: Tiger Diego soll mehr Platz bekommen

Der Findeltiger aus Barnim hat ein Zuhause gefunden und ist fast erwachsen. Ein Besuch im Wildkatzenzentrum.

Diego lässt sich die Frühlingssonne auf den mächtigen Körper scheinen und genießt die Wärme mit geschlossenen Augen. Rund 200 Kilogramm schwer und fast zwei Meter lang ist der fast zwei Jahre alte Brandenburger Findeltiger inzwischen. Aus dem niedlichen, wenige Wochen alten Fellbündel, das im Herbst 2015 vor einer Tierarztpraxis in Bernau (Barnim) ausgesetzt worden war und dessen Schicksal die Menschen berührte, ist eine eindrucksvolle Raubkatze geworden.

Wer den mächtigen Tiger im Wildkatzenzentrum "Felidae" in Tempelfelde (Barnim) beobachtet, merkt schnell, dass sein etwa 300 Quadratmeter großes Gehege viel zu klein ist. Zumal Diego darin nicht allein lebt. Tierarzt Renato Rafael hat ihm schon in Kindertagen das weiße Tigermädchen Heike als Spielgefährtin aus Belgien geholt, damit er artgerecht aufwächst. Tierärztin Doris Tesch und Rafael hatten den Findeltiger zunächst mit der Flasche aufgezogen. "Diego wuchs schnell, wollte sich und seine Kräfte ausprobieren. Wir Menschen waren dem nicht mehr gewachsen", blickt Rafael zurück.

Die Entscheidung, ihn mit Heike artgerecht aufwachsen zu lassen, sei "goldrichtig" gewesen. "Die verstehen sich prächtig. Diego hat gelernt, dass er ein Tiger ist und kein halber Mensch." Doch um miteinander richtig toben und klettern zu können, brauchen die Raubkatzen ein deutlich größeres Gehege.

Rechtliche Vorschriften verhinderten einen schnellen Baustart

Das etwa 1200 Quadratmeter große neue Zuhause sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr gebaut...

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