“Brexit”: Bleibt, bittet Londons Bürgermeister die Zuwanderer

Der “Brexit” ist beantragt, der Zusammenschluss von Deutscher Börse und London Stock Exchange (LSE) mit Sitz in London endgültig geplatzt. Die EU-Kommission hat die gut 25 Milliarden Euro schwere Fusion aus Wettbewerbsgründen untersagt – die Dominanz im Clearing-Geschäft wäre zu groß geworden.

Bleibt, appelliert Londons Bürgermeister Sadiq Khan an die Zuwanderer:

„Was wir vermeiden wollen, ist, dass Unternehmen London verlassen und Europa verlassen und nach New York, Singapur und Hong Kong gehen, wenn nicht gar nach Seoul. Ich bin scharf darauf, die Unternehmen zu halten, die wir hier haben. London ist offen. Es ist nicht einfach offen für Unternehmen, Talente und Handel, das ist auch eine grundsätzliche Einstellung. Es ist aufgeschlossen, nach außen gewandt.”

Khan, Brexit-Gegner wie die Mehrheit der Londoner, fordert Premierministerin Theresa May auf, EU-Bürgern in Großbritannien schon vor den Verhandlungen eine „gusseiserne Garantie” zu geben, “dass sie hier auch nach dem “Brexit” bleiben können“ – als „Symbol des guten Willens“.

Nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bei 1.300 in Großbritannien aktiven deutschen Unternehmen erwarten 40 Prozent im Zuge des “Brexit” schlechtere Geschäfte. 9 Prozent wollen Investitionen zurückverlagern. „Der Brexit wird den Geschäften deutscher Unternehmen mit Großbritannien erheblich schaden“, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer.

Here comes the Brexodus!!! https://t.co/1e2lyj9R4j— YesDay Scotland (@YesDayScotland) 29. März 2017

In eine ähnliche Richtung weisen Umfragen aus Großbritannien: Laut Kanzlei Hogan Lovells, London, rechnen knapp zwei Drittel der globalen Großunternehmen in Großbritannien mit schrumpfenden Gewinnen durch den “Brexit”.

Twitter-Sarkasmus:

Meanwhile back in little england #BrexitDay #Brexit #Brexodus #ScotRef #UnityRef #WalRef pic.twitter.com/7yEznuViBG— Joe Hill (@Cov_Bhoy) 29. März 2017

su mit dpa

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