Campino über Böhmermann-Gedicht: "Niveau eines Furzkissens"

Campino über Böhmermann-Gedicht: "Niveau eines Furzkissens"

Mit seinem Schmähgedicht um den türkischen Präsidenten Erdogan sorgte Jan Böhmermann im vergangenen Jahr für eine kontroverse Diskussion in der Öffentlichkeit. Und noch immer wird der Inhalt des Gedichts sowie der Umgang damit diskutiert. In einem Interview mit der "Frankfurt Allgemeinen Sonntagszeitung" erklärte nun Campino von den Toten Hosen, dass das Gedicht seiner Meinung nach zwar kein Grund für ein Gerichtsverfahren sei, es für ihn aber "auf dem Niveau eines Furzkissens" stehe.

Darüber hinaus bezog Campino in dem Gespräch noch einmal Stellung zu einer Kritik, die Jan Böhmermann vor Jahren geäußert hatte. Damals ging es um das Band Aid 30-Projekt und seinen deutschen Ableger unter der Führung von Campino. Der Satiriker hatte damals kritisiert, dass einige der beteiligten Künstler in erster Linie an Aufmerksamkeit für ihre eigene Person interessiert seien, und nicht an Publicity für das Charity-Projekt. Dazu sagte der Sänger nun: "Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen." Seiner Meinung nach sei vor allem Jan Böhmermann an Aufmerksamkeit interessiert.

Und noch eine Aktion geht für Campino "gar nicht", wie er weiter im Interview mit der Zeitung erklärte: "Zur Kanzlerin zu laufen und zu sagen, bitte nimm mich in Schutz, wenn er mal irgendwo jemandem in den Vorgarten gepinkelt hat und erwischt wurde."

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