Debatte um Sicherheit: Die Berliner Charité gerät ins Visier der Datenschützer

Datenschützer sehen erhebliche Mängel bei der Einführung neuer IT-Verfahren. Klinikchef Einhäupl: Die Patientendaten sind sicher.

Berlins Datenschutzbeauftragte kritisiert die Datensicherheit an der Charité. Maja Smoltczyk sieht "gravierende Defizite" bei der Einführung neuer IT-Verfahren am Universitätsklinikum. Gesetzliche Vorgaben würden nicht eingehalten, das vorgeschriebene Verzeichnis dieser Verfahren sei nicht ordentlich geführt. Ein Sicherheitskonzept gemäß gesetzlicher Vorgaben und Stand der Technik fehle.

Bereits im Jahresbericht 2015 der Datenschützer wurden die Mängel benannt. Ein Jahr später attestiert Smoltczyk der Charité, Fortschritte erzielt zu haben. Doch zufrieden ist sie damit noch nicht. Es gehe immerhin um sensible personengebundene Daten. Inzwischen aber arbeiten die beiden Institutionen zusammen, Fachleute treffen sich alle sechs Wochen, um die Mängel zu beheben. "Ein Tanker versucht umzusteuern", beschrieb die Datenschutzbeauftragte die Lage. Ende 2018 soll der Tanker den sicheren Hafen erreichen.

Die Charité ist das größte Universitätsklinikum Europas und betreibt eine Vielzahl von informationstechnischen Verfahren für die Behandlung von Patienten und für Forschung. Nachdem die Datenschutzbeauftragte vor einem Jahr erklärt hatte, dort sei der Überblick über die Datenverarbeitung mangelhaft, leitete die Charité Verbesserungen ein. Sie beauftragte eine Projektgruppe, tauschte für die Datensicherheit verantwortliches Personal aus, erließ neue organisatorische Regelungen.

Klinikchef bezeichnet Patientendaten als sicher

Ende vergangenen Jahres legte die Charité das Verzeichnis über die ...

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