Niederlage für Petry auf AfD-Bundesparteitag

Auf dem Bundesparteitag der AfD hat sich der rechtsnationale Flügel gegen Parteichefin Frauke Petry durchgesetzt. Sie ...

Auf dem Bundesparteitag der AfD hat sich der rechtsnationale Flügel gegen Parteichefin Frauke Petry durchgesetzt. Sie scheiterte in Köln mit ihrem Versuch, die Partei auf einen „realpolitischen” Kurs einzuschwören.

Die Delegierten lehnten es ab, sich mit einem „Zukunftsantrag” zu befassen, mit dem die Parteichefin eine strategische Neuausrichtung erzwingen wollte. Der Co-Vorsitzende Jörg Meuthen griff die 41-Jährige, die sich gegen eine „fundamentaloppositionelle Strategie” ihrer Partei aussprach, frontal an. In Köln gingen derweil mehr als 10 000 Demonstranten gegen die Rechtspopulisten auf die Straße.

Unter großem Jubel der Delegierten erklärte Meuthen auf dem Parteitag die Zuwanderungspolitik der Bundesregierung für gescheitert. Gegner seien Kanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chef Martin Schulz und Grünen-Politikerin Claudia Roth. „Ja, wir können diese Gestalten nicht mehr ertragen. Und nein, das ist keine Fundamentalopposition”, rief er in Richtung Petry. Die AfD werde „nicht heute, nicht morgen, niemals” Koalitionen mit „solchen Figuren” eingehen. 

Petry will ihrer Partei aber trotz schwindender Unterstützung vorerst nicht den Rücken kehren. Sie werde ihre Verantwortung als Bundesvorsitzende weiterhin wahrnehmen, betonte sie vor Journalisten. Sie zeigte sich enttäuscht, dass die Delegierten über ihre Anträge nicht abstimmen wollten. Auf die Frage, ob die AfD noch ihre Partei sei, antwortete Petry: „Ich werde mir bis zum Herbst ansehen, wie sich das weiter entwickelt.”

Die Demonstrationen gegen die Rechtspopulisten verliefen weitgehend friedlich. Die Kölner Polizei äußerte sich zufrieden. Zwar hätten am...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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