"Denken Sie noch mal nach!" Günther Jauch rettet leichtsinniger Kandidatin den Lebenstraum

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Nora Eckartsberg aus Vögelsen hatte an diesem Montag ihren zweiten Auftritt bei "Wer wird Millionär?" Ihr Traum von einer Afrika-Reise mit ihrem Opa wurde dank einer Warnung von Jauch wahr - und der unsichtbaren geistigen Connection mit ihrem Vater ...

Nora Eckartsberg, Günther Jauch
Die Kandidadin Nora Eckartsberg war Günther Jauch offenbar sympathisch. Er bewahrte sie mit Engelszungen vor einer Dummheit. (Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius)

Als Nora Eckartsberg aus Vögelsen vor einer Woche ihren ersten Auftritt bei "Wer wird Millionär?" hatte, flossen Tränchen der Rührung. Der Grund war ihr mitgereister Opa, denn diesen hatte sie im herausfordernden Jahr der Corona-Pandemie nicht gesehen. Um die versäumte Zeit nachzuholen, plante sie mit der Gewinnsumme in der RTL-Quizshow eine Reise mit dem Großvater nach Afrika.

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Zu Beginn ihres zweiten Auftritts stand sie bereits vor der 16.000-Euro-Frage. Nach der erfolgreich gemeisterten 32.000-Euro-Frage wollte der Moderator wissen, welches afrikanische Land sie bereisen wolle. Da war die Kandidatin noch unschlüssig. Jauch hatte eine Empfehlung: "Botswana, Okawango Delta. Unfassbar! Für mich die schönste Reise meines Lebens", schwärmte der Gastgeber. Die Kandidatin tauschte die Rollen und interviewte Jauch: "Was war der beeindruckendste Moment?", wollte sie wissen. Jauch berichtete davon, dass er bereits in der ersten Nacht ein Rudel Löwen gesehen hatte, als er das Zelt öffnete.

Nora Eckartsberg,
Nora Eckartsberg aus Vögelsen kam regelmäßigen "Wer wird Millionär?"-Zuschauern bekannt vor. (Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius)

Jauch warnt: "Wenn es runtergeht, reden wir über grausige 500 Euro"

Dann stellte wieder er die Fragen. Die nächste war 64.000 Euro wert: "Der Ende 2020 im Alter von 97 Jahren verstorbene Chuck Yeager wurde berühmt als der erste Mensch, der ...?" Zur Wahl standen: "eine E-Mail versandte", "die Schallmauer durchbrach", "ein Herz verpflanzte" oder "drei Michelin-Sterne erkochte". Jason Pigerl, Dauergast als Studio-Joker, glaubte, es seien die Michelin-Sterne.

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Die Kandidatin wollte gleich einloggen, doch Günther Jauch legte sein Veto ein. Offenbar hegte er Sympathien für die Kandidatin - oder für ihren Traum von der Afrika-Reise mit dem Opa. "Denken Sie noch mal einen kurzen Moment nach: Sie stehen jetzt bei 32.000. Das reicht für eine Super-Safari. Klar, es gibt die Chance auf 64.000. Aber wenn es runtergeht, reden wir über grausige 500 Euro."

Die Mahnung erfüllte ihren Zweck: Nora Eckartsberg schob den Telefonjoker nach. Der befragte Papa hielt "die Schallmauer durchbrach" für die richtige Antwort. Die Tochter bohrte nach, wie sicher er sei: "Null sicher", war die ernüchternde Antwort. Dann korrigierte er: "Oder doch 10 Prozent." Das war genug für Nora Eckartsberg. 

Günther Jauch ist ABC-Trinker, "aber kein konsequenter"

Die Vermutung ihres Vaters war richtig, aber Günther Jauch wunderte sich: "Wegen nur 10 Prozent vom Vater haben Sie sich so entschieden?" Die Erklärung der Tochter war etwas merkwürdig: "Mein Vater ist Physiker und der absolute Pessimist - wenn der 10 sagt, meint er 50."

Für 125.000 Euro wollte Jauch wissen: "Für welches Getränk ist ein sogenannter ABC-Trinker seinem Namen nach nicht zu gewinnen?" Wenig subtil versuchte Nora Eckartsberg, erneut Schützenhilfe von Jauch zu erhalten. "Sind Sie ein ABC Trinker?" Jauchs Antwort blieb nebulös: "Ja, aber kein konsequenter ... Egal." Nachdem diese Reaktion keinerlei Hinweise gab, entschied Nora Eckartsberg, bei den sicheren 64.000 Euro zu bleiben. "A und B steht für Anything, but ...", verriet der Moderator. Die Kandidatin hätte dennoch falsch geraten. Richtig war: Chardonnay. Alles richtig gemacht also. Jauch wünschte "Gute Reise!" 

"Bitte weinen Sie jetzt nicht!"

Mit Spirituosen kannte sich auch der nächste Gast aus: Nicole Jänich aus Hannover arbeitet als Verkäuferin im Getränkehandel. "Schon wieder eine, die es nicht fassen kann, oder?", stellte Jauch fest, als die Kandidatin hochemotional darauf reagierte, dass sie die Auswahlrunde gewann. "Bitte weinen Sie jetzt nicht", flehte der Moderator. Doch Jänich entpuppte sich schnell als Frohnatur. Außerdem habe ihr Sohn ihr verboten, im Fernsehen zu weinen.

Auch sonst hätte er seiner Mama so viel verboten, dass er zur Strafe keinen Cent der Million bekäme, sollte sie gewinnen. Ein Scherz, denn Nicole Jänlich plante in Wahrheit, mit dem erspielten Gewinn die Hochzeit des 26-Jährigen zu finanzieren. Bei der 16.000-Euro-Frage versagte ihr Ex-Chef und mittlerweile Kumpel als Telefonjoker: "Wessen 28-jährige Tochter machte im April Schlagzeilen als erstes Curvy-Model auf dem Cover des deutschen ´Playboy´?"

"So, Herr Jauch, jetzt raten Sie mir mal was!"

Auch der Moderator versagte, zumindest in den Augen der Kandidatin. Die forderte ihn nämlich forsch auf: "So, Herr Jauch, jetzt raten Sie mir mal was!" Das prallte am Moderator ab. Notgedrungen entschied Nicole Jänich: David Hasselhoff. Begründung: "Ich bin nur einmal hier." Ihr Mut wurde belohnt. Bei der 32.000-Euro-Frage riet sie zielsicher und wie aus der Pistole geschossen. Aber falsch. Sie landete dennoch weich im 16.000-Euro-Sicherheitsnetz.

Olivia Peters aus Karlsruhe ist Kundenberaterin in der Immobilienbranche. Sie träumte von einem Jahr Auszeit, doch daraus wurde nichts. Sie musste sich mit 8.000 Euro zufriedengeben. Die 16.000-Euro-Frage, deren Antwort sie schuldig blieb: "In welchem Gebäude findet man oben in der Kuppel eine 9 Meter große, kreisrunde Öffnung?" Korrekt gewesen wäre das Pantheon in Rom.

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