Deshalb ist Slow Jogging der angesagteste Fitness-Trend

Slow Jogging erzeugt wahre Glücksgefühle. (Bild: Getty Images)

Lange oder kurze Strecke, mit Musik oder ohne, alleine oder lieber doch mit Freunden: Über das „richtige“ Joggen gehen die Meinungen weit auseinander. Mit Slow Jogging setzt sich nun eine Variante durch, deren Wirkungsweise der von Cannabis nicht unähnlich ist.

Wer demnächst einer Gruppe von Joggern begegnet, die scheinbar aus der Puste ist und sich dennoch weiter quält, muss sich keine Sorgen machen. Denn unter Hobby-Sportlern ist aktuell kaum eine Bewegungsform so angesagt wie Slow Jogging.

Beim Slow Jogging handelt es sich um einen Zwitter aus Rennen und Gehen. Der Vorteil dieser Form der Leichtathletik liegt auf der Hand: Im Gegensatz zum herkömmlichen Laufen ist das Slow Jogging äußerst gelenkschonend. Das hat mit der angewandten Technik zu tun. Beim Slow Joggen setzt man nämlich nicht mit der Ferse, sondern mit dem Mittelfuß auf.

Beim Slow Joggen kann tempomäßig wirklich jeder mithalten. (Bild: Getty Images)

Der komplette Bewegungsapparat wird durch diese Form des Laufens entlastet: Knie, Hüften, Sprunggelenke und Wirbelsäule werden weniger in Mitleidenschaft gezogen. Vor allem für übergewichtige Jogger eignet sich das Slow Joggen deshalb besonders. Aber auch Personen mit Idealgewicht profitieren vom Zeitlupentempo.

Laut einer Studie des Anthropologen David A. Raichlen aus dem Jahr 2012 schüttet der Körper schon nach 30 Minuten langsamen Laufens Anandamid aus. Dabei handelt es sich um ein Endocannabinoid, welches an den gleichen Rezeptoren im menschlichen Körper andockt wie das THC der Cannabispflanze. Slow Jogger empfinden also das gleiche oder zumindest ein ähnliches High wie Cannabis-Konsumenten nach einem Joint.

Verantwortlich für den Trend ist der japanische Laufguru und Universitätsprofessor Hiroaki Tanaka. Selbst nach Jahrzehnten, in denen Tanaka bereits läuft, ist der Wissenschaftler noch immer verletzungsfrei. Das von ihm populär gemachte Slow Jogging hat bereits prominente Fans gefunden: Das japanische Kaiserpaar soll von der Sportart überaus begeistert sein.

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