Die Linke plant Werbe-Verbot für Alkohol

Die Linke will ein Verbot für Alkoholwerbung durchsetzen.

Ein Weg zu einem gesünderen Deutschland? Die Linke plant ein Verbot von Werbung für Alkohol. Das gehe aus einem Entwurf für das Wahlprogramm der Partei hervor, wie "Bild am Sonntag" berichtet. Könnte dieser Plan tatsächlich funktionieren?

"Werbung und Sponsoring für Tabak- und Alkohol-Produkte in der Öffentlichkeit wollen wir verbieten", heißt es demnach im Kapitel mit dem Titel "Schluss mit der Kriminalisierung der Drogen". Klar, dass umgehend auch Kritik an dieser Idee laut wird. "Kommunikationsverbote für legal hergestellte und handelbare Produkte sind der falsche Weg", sagte Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft, der "BamS".

Ohnehin scheint es unwahrscheinlich, dass ein solches Verbot kommt. Seit Langem fordern Politiker auch schon ein vollständiges Verbot von Tabakreklame in Deutschland, dem einzigen EU-Staat, der noch Außenwerbung für Zigaretten erlaubt. Zwar hat CSU-Politiker Christian Schmidt einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgelegt; dieser wird aber ausgerechnet von der Union verschleppt. CDU-Fraktionschef Kauder ließ mitteilen, dass im Falle eines Verbotes für Tabakwerbung auch Reklameverbote für andere schädliche Lebensmittel  wie Zucker folgen müssten.

Ohnehin verwundert das Vorgehen der Partei von Sarah Wagenknecht in Richtung Alkoholverbot. Einerseits plant die Linke ein Verbot von Werbung für Alkohol. Auf der anderen Seite spricht sie sich laut "BamS" für eine "Entkriminalisierung" von Drogen aus, indem der Anbau und Besitz von Cannabis für den Eigenbedarf erlaubt werden soll.

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