Dienstag, 14. Mai 2019: Das müssen Sie heute wissen

Ein Golf GTE von Volkswagen wird an einer Station in Herzogenaurach in Bayern geladen. (Foto: Getty Creative)

VW setzt auf Elektro, Trump lobt Orban und der Konzern Bayer verliert seinen dritten Glyphosat-Prozess: der Überblick über die Nachrichten der Nacht und ein Ausblick auf den Tag.

Volkswagen steigt in Batteriezellfertigung ein

  • Der Konzern will den Bedeutungsverlust von Verbrennermotoren auffangen

Als erster deutscher Autoherstellers steigt VW in die Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos ein. Knapp eine Milliarden Euro investiert der Konzern für das Projekt in Salzgitter, denn die Herstellung gilt als teurer. Mit dem Einstieg kam VW einer Forderung der Arbeitnehmerseite nach, die damit den Bedeutungsverlust der herkömmlichen Verbrenner auffangen will.

Trump lobt Orban

  • Der US-Präsident sagte, dass Viktor Orban einen hervorragenden Job mache

US-Präsident Donald Trump lobte den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban als Staatschef, der nach Meinung vieler Menschen das Richtige bei der Einwanderungspolitik getan habe. „Wahrscheinlich genau wie ich ein bisschen umstritten, aber das ist okay“, fügte Trump noch hinzu. Seit Jahren steht Orban massiv in Kritik, weil er mit Zäunen, Hetzkampagnen und einer einschränkenden Asylpolitik das Land abschottet.

Hoffnung im US-Handelsstreit mit China?

  • US-Präsident Trump gibt sich optimistisch

Trotz der Eskalation des Handelsstreits mit China hat Präsident Donald Trump die Hoffnung geäußert, doch noch eine Lösung in dem Konflikt zu finden. Er strebe ein Meeting mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping auf dem G20-Gipfel Ende Juni in Japan an und gehe von einem “fruchtbaren Treffen” aus.

Sicherheitslücke bei WhatsApp geschlossen

  • Spionagesoftware kann nicht mehr durch WhatsApp-Anruf installiert werden

Der Chatdienst WhatsApp schloss eine Sicherheitslücke in der Internet-Telefonie. Durch diese konnte mit einem präparierten WhatsApp-Anruf eine Überwachungssoftware auf Smartphones installiert werden. Hinter der Software wird die israelische Firma NSO vermutet, die Spionage-Werkzeuge an Regierungen verkauft. Das bekannteste Produkt des Unternehmens ist die Software Pegasus, die Mikrofon und Kamera eines Telefons aktiviert.

Schuldig im Hochschul-Bestechungsskandal

  • Schauspielerin Felicity Huffman droht Haftstrafe

Im Hochschul-Bestechungsskandal hat sich Schauspielerin Felicity Huffman offiziell als schuldig bekannt. 15.000 Dollar Schmiergeld flossen, um die Antworten ihrer ältesten Tochter beim landesweiten Einstufungstest SAT nachträglich aufzubessern. Am 13. September wird das Strafmaß für die Tat bekannt gegeben. Nach dem Willen der Anklage soll die Schauspielerin vier bis zehn Monate Haft erhalten, eine Bewährungsstrafe und eine Geldstrafe von 20.000 Dollar zahlen.

Rätselraten über Blitzbesuch von Pompeo in Brüssel

  • Der US-Außenminister wollte über Handlungen und Äußerungen aus dem Iran beraten

Der US-Außenminister Pompeo legte auf seinen Weg nach Russland spontan einen Zwischenstopp in Brüssel ein. Dort führte er vertrauliche Gespräche mit der EU-Chefdiplomatin Federica Mogherini, sowie dem Bundesaußenminister Heiko Maas und seinen Kollegen aus Frankreich und Großbritannien. Dem US-Außenministerium zufolge ging es um die „jüngsten bedrohlichen Handlungen und Äußerungen“ aus dem Iran. Zuvor gab es Berichte über angebliche Sabotageangriffe gegen Öltanker im Golf von Oman.

Erfolg von Duterte bei Halbzeit-Wahlen auf Philippinen

  • Im Senat gewannen die Anhänger des umstrittenen Präsidenten

Bei der Parlamentswahl auf den Philippinen lagen die Duterte-Kandidaten nach Auszählung von 94 Prozent der Stimmen vorne. Zwölf von 24 Plätzen im Oberhaus werden neu vergeben – wahrscheinlich alle an Anhänger des Präsidenten Rodrigo Duerte. Auf die Ergebnisse der Wahl zum Unterhaus, wo mehr als 240 Mandate neu besetzt wurden, muss noch länger gewartet werden. Der Präsident ist wegen seines harten Kurses gegen tatsächliche und vermeintliche Drogenkriminelle in der Kritik. Seit seinem Amtsantritt 2016 gab es über 5.000 Tote.

10.928 Meter unter dem Meer

  • Selbst beim tiefsten Tauchgang in der Geschichte findet Abenteurer noch Müll

Der amerikanische Abenteurer Victor Vescovo berichtete, dass er bei seinen Tauchgängen in den Marianengraben im Pazifik Abfall gefunden habe. Dort sei er mit einem Spezial-U-Boot in einer Tiefe von 10.928 Metern unterwegs gewesen und habe auf dem Meeresgrund einen Gegenstand mit scharfen Kanten entdeckt und als menschlichen Müll identifiziert. Bei der Expedition handelt es sich, den Angaben zufolge, um den bisher tiefsten Tauchgang eines Menschen.

Diese Ereignisse werden heute wichtig:

Eurovision Song Contest startet in Tel Aviv

Bis Ende der Woche werden beim Eurovision Song Contest (ESC) Sänger in Israel um den Sieg kämpfen. Das erste Halbfinale startet heute, um 21 Uhr, mit siebzehn Teilnehmern. Beim ARD-Digitalsender One können die Zuschauer die Auftritte verfolgen, allerdings erst am Donnerstag beim zweiten Halbfinale abstimmen. Am Samstag ist Finale. Für die Sicherheit sorgen in Israel rund 20.000 Polizisten.

Start von Filmfest Cannes

Das Filmfestival Cannes wir heute mit einer Zombie-Komödie eröffnet. Der Film „The Dead Don’t Die“ wurde von Jim Jarmusch („Night on Earth“) gedreht. Er ist einer von 21 Beiträgen, die dieses Jahr um die Goldene Palme konkurrieren.

Aktionäre wollen Antwort von Volkswagen-Führung

VW-Vorstandschef Hebert Diess muss den Aktionären bei der Hauptversammlung in Berlin Rede und Antwort über die Verluste stehen. Erst vor Kurzem stiegen die Ausgaben für den Dieselskandal auf dreißig Milliarden Euro an. Diess sucht deshalb den Ausweg in der Flucht nach vorn. Trotz Widerstände sieht er den reinen Elektroantrieb als Königsweg zur Senkung von Abgasen und investiert deshalb in Batterien, Antriebe und neue Modelle.

US-Außenminister in Russland zu Krisengespräche

Bei seinem ersten offiziellen Besuch in Russland will US-Außenminister Mike Pompeo mit seinem Kollegen Sergey Layrow über mögliche Auswege bei internationalen Konflikten sprechen. Die beiden Politiker wollen über die Lage in Venezuela, in Syrien und der Ukraine sprechen.

Gewinner des Tages ist…

...ein Rentnerehepaar. Die beiden hatten in den USA gegen den Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer geklagt. Sie machten das Unkrautvernichtungsmittel Roundup, das den umstrittenen Wirkstoff Glyphosat enthält, für ihre Krebserkrankungen verantwortlich. Als Schadensersatz fordert die Geschworenen-Jury deshalb zwei Milliarden Euro. Es ist der dritte Prozess um das Unkrautvernichtungsmittel, den Bayer verloren hat. In den ersten beiden Fällen hat der Konzern jedoch Berufung eingelegt. Er weist Gesundheitsgefahren von Monsanto-Produkten vehement zurück.