Einst "junger Wilder": Wüst (46) wird Laschet-Nachfolger in NRW

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Wie Armin Laschet hat Hendrik Wüst Jura studiert. Und jetzt soll Wüst, der 46-jährige NRW-Verkehrsminister, auf Vorschlag des scheidenden Ministerpräsidenten dessen Nachfolger als Landesvater von Nordrhein-Westfalen werden. Laschet hatte zuvor erklärt, er wolle nach Berlin gehen - auch wenn er nicht Bundeskanzler werde.

2007 wurden Hendrik Wüst, Stefan Mappus aus Baden-Württemberg, Markus Söder und Philipp Mißfelder als "junge Wilde" bezeichnet, als sie in einem Grundsatzpapier eine "liberale, soziale und bürgerlich-konservative" CDU forderten. Die Partei müsse wieder mehr an ihre Wurzeln denken, hieß es damals.

Im Lebenslauf von Hendrik Wüst, der auch für die Lobbyagentur Eutop in Berlin gearbeitet hat, finden sich einige kleinere Skandale - wie die Sponsoring-Affäre 2010, in der der damalige NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und andere CDU-Politiker "Partnergespräche" gegen Geld angeboten hatten sowie das Einstreichen von unzulässigen Krankenkassen-Zuschüssen.

Heute feiert NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann den Parteikollegen als "zukünftigen Mann der CDU in Nordrhein-Westfalen".

Hendrik Wüst ist laut Lebenslauf auf seiner Internetseite verheiratet und hat eine Tochter. In der Rubrik "Persönliches" heißt es auch: "Er wuchs mit seinen Eltern und seinen beiden Schwestern in Rhede auf, wo er auch heute mit seiner Familie lebt. Seine Hobbys sind Sport, die Jagd, gutes Essen und Krimis."

Rhede liegt bei Bocholt - unweit der niederländischen Grenze.

Auf Twitter stellt er sich so vor: "hier twittern Hendrik Wüst, NRW-Verkehrsminister + Vorsitzender der Mittelstandsunion der CDU NRW + sein Team über: Politik, Mobilität, Wirtschaft + Digitales". Dort hat Wüst im Wahlkampf deutlich für Armin Laschet Partei ergriffen - und er schwärmte dort Ende August: "Das Ruhrgebiet ist so viel mehr als Zechen-Romantik, Currywurst und Fußball: einzigartige Uni-Landschaft, Kulturhochburg, Heimat von Menschen mit ganz viel Herz."

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